Direkt zum Inhalt

Lexikon der Chemie: NMR-Tomographie

NMR-Tomographie, Abk. von nuclear magnetic resonance, Verfahren zur Darstellung von Schnittbildern der Protonenverteilung von intakten biologischen Systemen. Die NMR-T. tritt in Konkurrenz zur Röntgencomputertomographie, der gegenüber sie den Vorteil hat, daß der Körper keiner schädlichen Strahlung ausgesetzt ist. Bei der NMR-T. wird durch die Verwendung inhomogener Magnetfelder (NMR-Spektroskopie) erreicht, daß Kerne, die sich an verschiedenen Orten befinden, unterschiedliche NMR-Resonanzfrequenzen haben. Dies läßt sich ausnutzen, um aus den NMR-Daten mit Hilfe aufwendiger mathematischer Verfahren "Bilder" der untersuchten Objekte zu erhalten. Derartige Objekte können z. B. Gliedmaßen oder auch der ganze menschliche Körper sein. Die Intensität eines Bildpunktes wird in erster Näherung von der Protonendichte am Meßort bestimmt, die für verschiedene Gewebe unterschiedlich ist. Wenn man nach der PFT-Technik (NMR-Spektroskopie) arbeitet und die Zeit zwischen zwei Impulsen kürzer als die Relaxationszeiten der Kerne wählt, so hängt die Intensität auch von den Relaxationszeiten der Kerne ab. Es zeigt sich, daß Protonen in verschiedenen Gewebearten unterschiedliche Relaxationszeiten aufweisen. Die Relaxationszeiten in tumorösen Geweben sind z. B. gegenüber normalen signifikant vergrößert, so daß die Methode zur Lokalisierung von Tumoren dienen kann.

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Die Autoren
Dr. Andrea Acker, Leipzig
Prof. Dr. Heinrich Bremer, Berlin
Prof. Dr. Walter Dannecker, Hamburg
Prof. Dr. Hans-Günther Däßler, Freital
Dr. Claus-Stefan Dreier, Hamburg
Dr. Ulrich H. Engelhardt, Braunschweig
Dr. Andreas Fath, Heidelberg
Dr. Lutz-Karsten Finze, Großenhain-Weßnitz
Dr. Rudolf Friedemann, Halle
Dr. Sandra Grande, Heidelberg
Prof. Dr. Carola Griehl, Halle
Prof. Dr. Gerhard Gritzner, Linz
Prof. Dr. Helmut Hartung, Halle
Prof. Dr. Peter Hellmold, Halle
Prof. Dr. Günter Hoffmann, Eberswalde
Prof. Dr. Hans-Dieter Jakubke, Leipzig
Prof. Dr. Thomas M. Klapötke, München
Prof. Dr. Hans-Peter Kleber, Leipzig
Prof. Dr. Reinhard Kramolowsky, Hamburg
Dr. Wolf Eberhard Kraus, Dresden
Dr. Günter Kraus, Halle
Prof. Dr. Ulrich Liebscher, Dresden
Dr. Wolfgang Liebscher, Berlin
Dr. Frank Meyberg, Hamburg
Prof. Dr. Peter Nuhn, Halle
Dr. Hartmut Ploss, Hamburg
Dr. Dr. Manfred Pulst, Leipzig
Dr. Anna Schleitzer, Marktschwaben
Prof. Dr. Harald Schmidt, Linz
Dr. Helmut Schmiers, Freiberg
Prof. Dr. Klaus Schulze, Leipzig
Prof. Dr. Rüdiger Stolz, Jena
Prof. Dr. Rudolf Taube, Merseburg
Dr. Ralf Trapp, Wassenaar, NL
Dr. Martina Venschott, Hannover
Prof. Dr. Rainer Vulpius, Freiberg
Prof. Dr. Günther Wagner, Leipzig
Prof. Dr. Manfred Weißenfels, Dresden
Dr. Klaus-Peter Wendlandt, Merseburg
Prof. Dr. Otto Wienhaus, Tharandt

Fachkoordination:
Hans-Dieter Jakubke, Ruth Karcher

Redaktion:
Sabine Bartels, Ruth Karcher, Sonja Nagel


Partnerinhalte