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Lexikon der Chemie: Succinate

Succinate, die Salze und Ester der Bernsteinsäure mit der Formel R1O-CO-CH2-CH2-CO-OR2, wobei R1 und R2 einwertige Metall-Ionen, Ammonium-Ionen sowie Alkyl- oder Arylreste symbolisieren. R1 und R2 können dabei identisch oder unterschiedlich sein. Als zweibasige Säuren kann Bernsteinsäure außerdem saure S. bilden, d. h., ein Rest R kann auch ein H-Atom sein. Wichtige Salze sind: Natriumsuccinat, (CH2-CO-O)2Na2·6 H2O, prismenförmige, monokline Kristalle, die in Wasser leicht, in Alkohol nicht löslich sind. Calciumsuccinat, (CH2-CO-O)2Ca, farblose, in Wasser schwer lösliche Kristalle. Calciumsuccinat ist das in der Natur am weitesten verbreitete Salz der Bernsteinsäure. Es kommt in unreifen Früchten, in Algen, Pilzen und Flechten vor. Es wird in der Medizin in Kombination mit Salicylsäurepräparaten zur Behandlung fieberhafter Erkrankungen verwendet.

Verschiedene Ester der Bernsteinsäure mit Polyalkoholen werden als Weichmacher und Lösungsmittel für Wachse und Kunstharze eingesetzt. Weitere technisch wichtige S. sind: Bernsteinsäuredibenzylester, Dibenzylsuccinat, (CH2-CO-OCH2-C6H5)2, der als Weichmacher und Lösungsmittel für Celluloselacke verwendet wird, Bernsteinsäuredibutylester, Dibutylsuccinat, (CH2-CO-OC4H9)2, der als Insektenbekämpfungsmittel dient sowie Bernsteinsäure-bis-cholinchloridester, Bis-cholinsuccinatdichlo-

rid, (CH2-CO-OCH2-CH2-N+(CH3)3)2 2 Cl-, der in der Medizin als Muskelerschlaffungsmittel verwendet wird.

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