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Lexikon der Chemie: Zinkoxid

Zinkoxid, ZnO, farblose, hexagonale Kristalle bzw. weißes Pulver; D. 5,606 g cm-3, F. 200 °C (bei etwa 5 MPa ), Sbp. 1975 °C (Z.) Z. ist in Wasser unlöslich. Es hat Halbleitereigenschaften. Beim Erhitzen tritt ein reversibler Farbwechsel nach Gelb auf (Thermochromie), der auf einen entstehenden kleinen Zinküberschuß zurückzuführen ist. Zinküberschüsse enthaltende, gelb-, grün- oder rotgefärbte Halbleiterpräparate können sich auch durch Erhitzen von Z. mit Zinkdampf bilden. In der Natur findet sich Z. als Zinkit (Rotzinkerz). Die Gewinnung erfolgt durch Verbrennung von Zinkdampf, der seinerseits durch Reduktion oxidischer Zinkminerale mit Koks erhalten wurde. Zur Herstellung reiner Präparate geht man von Fällungsprodukten wie Zinkcarbonat oder -hydroxid aus. Z. wird hauptsächlich als Malerfarbe (Zinkweiß) verwendet, daneben als Pigmentaufheller, bei der Seifenfabrikation, als Pigmentbestandteil bei Ölfarben, beim Papier- und Tapetendruck, als Zusatz bei der Glasfabrikation, als Füllstoff bei der Kautschukherstellung, für die Herstellung von Putzpulver und zur Herstellung anderer Zinkverbindungen. Ferner dient Z. allein oder im Gemisch mit anderen Oxiden als Katalysator bei der Methanolsynthese aus Kohlenmonoxid und Wasserstoff. Reine Präparate verwendet man zur Bereitung von Pudern und Pasten für kosmetische Zwecke sowie für Streupulver und bei der Salbenherstellung in der Medizin.

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