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Lexikon der Chemie: Zustand

Zustand, in der Thermodynamik Bezeichnung für die Beschaffenheit eines makroskopischen stofflichen Systems. Dabei unterscheidet man den äußeren Z., der sich auf das System als Ganzes, z. B. seine Lage im Schwerefeld der Erde bezieht, vom inneren Z., für den die Beziehungen der Systembestandteile untereinander maßgeblich sind. Ein Z. wird durch Zustandsgrößen genau charakterisiert. Z. können stabil oder instabil sein. Kehrt ein System nach einer kleinen Störung freiwillig wieder in den Ausgangszustand zurück, ist dieser stabil. Ist die Umwandlung eines instabilen in einen stabileren Z. durch innere oder äußere Einflüsse gehemmt, so befindet sich das System in einem metastabilen Z. In offenen Systemen kann sich ein stationärer Z., auch Fließgleichgewicht genannt, einstellen (Gleichgewicht).

Der Übergang eines Systems aus einem Z. in einen anderen wird als Zustandsänderung oder Prozeß bezeichnet. Er kann reversibel oder irreversibel erfolgen. Vielfach wird bei einer Zustandsänderung eine der Zustandsvariablen konstant gehalten. Je nachdem, ob das die Temperatur, den Druck oder das Volumen betrifft, spricht man von isothermen, isobaren oder isochoren Prozessen. Ein adiabatischer Prozeß ist eine Zustandsänderung ohne Wärmeaustausch mit der Umgebung.

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