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Lexikon der Ernährung: Außer-Haus-Verpflegung

Außer-Haus-Verpflegung, Außer-Haus-Verzehr, AHV, E institutional feeding, institutional food service, der Kauf und Konsum von Speisen und Getränken sowie alle Verpflegungsformen und Lebensmittelverbräuche, die außerhalb des privaten Haushaltes stattfinden. Die AHV umfasst die Individualverpflegung in Einrichtungen der Gastronomie sowie die Angebote der Gemeinschaftsverpflegung (Tab.). Zur AHV gehören alle Lebensmittel, die während eines Erhebungszeitraumes in zubereiteter Form gekauft, nicht im individuellen Haushalt vorübergehend bevorratet und außerhalb verzehrt werden. Die häufig gebrauchte E Übersetzung institutional feeding bzw. institutional food service fasst eigentlich die Bereiche Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung zusammen. Zum Begriff Catering s. dort.
Die Einrichtungen der Individualverpflegung sind der Allgemeinheit zugänglich. Dabei wählt der Gast aus dem Angebot des jeweiligen gastronomischen Betriebes die von ihm gewünschten Speisen und Getränke aus und bezahlt den dafür ausgewiesenen Preis. Betriebsziel ist die Erwirtschaftung von Gewinnen. Bei der Gemeinschaftsverpflegung hat dagegen nur ein bestimmter Personenkreis Zugang. Die Wahlfreiheit bei warmen Speisen und Getränken ist vergleichsweise begrenzt, denn es werden ein oder mehrere Menüs und evtl. Wahlkomponenten eines festgelegten Speisenplanes in größeren Mengen produziert. Betriebsziel der Gemeinschaftsverpflegungsbetriebe ist entweder die unmittelbare Bedarfsdeckung (Großhaushalt) oder Gewinnerzielung (großhaushaltsähnlicher Erwerbsbetrieb). Viele der Einrichtungen der AHV erbringen weitere Leistungen im Versorgungsbereich (Unterkunft, Pflegeversorgung) und / oder Nichtversorgungsbereich (z. B. Erholung, Freizeitgestaltung, Lebenshilfe).
In den vergangenen 5 Jahrzehnten hat die AHV sowohl mengen- als auch wertmäßig an Bedeutung gewonnen, was insbesondere aus der gesteigerten Mobilität der Bevölkerung resultiert (vgl. Essay Ernährungspolitik). Der Anteil der Ausgaben für die Außer-Haus-Verpflegung beträgt in Deutschland inzwischen fast 5 % der Ausgaben für den privaten Verbrauch und etwa ein Fünftel der Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren insgesamt. Das bedeutete 1993 je Tag etwa 6 Mio. Haupt- und 5 Mio. Zwischenmahlzeiten. Auch zukünftig ist die AHV ein weiter expandierender Versorgungszweig.

Außer-Haus-Verpflegung: Tab. Arten der Außer-Haus-Verpflegung.

Gaststätten- und Kioskverpflegung

Gemeinschaftsverpflegung

z. B. in bzw. an Restaurants und Gasthäusern,
Fast-Food-Einrichtungen,
Kiosken,
Imbissständen

z. B. Verpflegung in Betriebskantinen,
Schulspeisung,
Verpflegung in Heimen,
Verpflegung in Kindertagesstätten,
Krankenhaus- und Anstaltsverpflegung,
Verpflegung des Militärs

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