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Metzler Lexikon jüdischer Philosophen: Leon Pinsker

Geb. 23.12.1821 in Tomaschow (Polen);

gest. 30.11.1891 in Odessa

»Wenn ich selbst mir nicht helfe, wer denn? Und wenn nicht heute, wann denn?« Dieses Zitat des um die Zeitenwende in Palästina lebenden rabbinischen Gelehrten Hillel, abgedruckt in den Pirke Avot, den »Sprüchen der Väter«, hat P. 1882 nicht zufällig an den Anfang seiner zwar einzigen, aber trotzdem äußerst einflußreichen Schrift Autoemancipation! Mahnruf an seine Stammesgenossen von einem russischen Juden gestellt. Und obwohl P. nicht als Philosoph oder gelehrter Rabbiner in die Geistesgeschichte eingegangen ist, erschließt sich P.s Zugang zur jüdischen Religion, seine Wahrnehmung und Interpretation des Judentums bei einem genaueren Blick in diese Schrift und ihre Wirkung.

Ende des 19. Jahrhunderts, als P. mit seiner Schrift an die Öffentlichkeit trat, hatte die jüdische Bevölkerung Westeuropas eine de jure-Emanzipation erreicht, de facto aber blieben die christlichen Mehrheitsgesellschaften reserviert, auch wenn sich vor allem in Deutschland die Juden mit großem Patriotismus als deutsche Staatsbürger jüdischen Glaubens betrachteten und neue Anzeichen eines Antisemitismus als eine Art archaisches Relikt deuteten, das sich im Laufe der Entwicklung eines humanen modernen Staates von selbst erledigen werde. Man konzentrierte sich daher auf andere Diskurse, insbesondere auf die Frage der Säkularisation, konkret, ob über ein Reformjudentum die jüdische Religion an die Zeit anzupassen sei oder ob in der Neo-Orthodoxie der Kern des traditionellen Judentums erhalten bleiben könne. In Osteuropa aber, wo ein Großteil der Weltjudenheit lebte, war man von einer rechtlichen Gleichstellung weit entfernt. So mußte die jüdische Bevölkerung in Rußland in einem eigenen »Ansiedlungsrayon« leben. Daß auch in den osteuropäischen jüdischen Kreisen die Assimilation, die hier weit weniger erfolgreich war als in Westeuropa, hinterfragt wurde, bewiesen die sich ab Mitte der 1870er Jahre bildenden Zirkel, die sich der Idee einer Wiederbelebung des jüdischen Volkes in Verbindung mit der Besiedlung Erez Israels widmeten. Sie bezeichneten sich als »Choveve Zion« (Zionsfreunde), ihre Bewegung als »Chibbat Zion« (Liebe zu Zion). Sie formierten sich auch angesichts pogromartiger Bedrohung. Wie rechtlos die Juden in Osteuropa waren, zeigte sich deutlich nach der Ermordung des russischen Zaren Alexander II. im März 1881, denn dies entfachte vor allem in den südlichen Landesteilen eine Pogromwelle, die bis 1884 anhielt und der Grund einer Massenemigration russischer, rumänischer und polnischer Juden in Richtung Westen war. In dieser Situation erwarteten die Juden Osteuropas nicht nur materielle Hilfe, sondern auch ein klärendes Wort von den Juden im Westen. Daß dies ausgerechnet von einem osteuropäischen Juden selbst kam, überraschte die Juden in Ost- wie in Westeuropa gleichermaßen.

P. wurde 1821 in Polen geboren, als Sohn des bekannten Sprachgelehrten Simcha Pinsker (1801–1864), der seinem Sohn allerdings nur eine geringe jüdische Bildung zuteil werden ließ. So lernte der junge P. sein Judentum zunächst vor allem als einen negativen Faktor kennen, und er reagierte entsprechend: Zwar studierte er als einer der ersten Juden an der Universität seines damaligen Wohnortes Odessa. Da ihm aber als Jude eine Anwaltslaufbahn versagt blieb, wechselte P. an die Universität Moskau und studierte Medizin. 1849 ließ er sich als Arzt in Odessa nieder, und sein selbstloser Einsatz in der Krankenpflege am Ende des Krimkrieges (1854–56) brachte ihm Dank und Auszeichnung der zaristischen Regierung. P. wurde ein bekannter Mann in Odessa, der besonders in den bessergestellten Schichten verkehrte und praktizierte, dazu ein eifriger Verfechter der Assimilation. Aus dieser Einstellung heraus resultierte P.s Mitgliedschaft in dem Odessaer Zweig der »Gesellschaft zur Verbreitung der Aufklärung unter den russischen Juden«. Das Odessaer Pogrom 1871 führte jedoch nicht nur zur vorläufigen Auflösung dieser Gesellschaft, sondern legte in P. auch den Keim des Zweifels an der Richtigkeit seiner Assimilationsbestrebungen. 1878 wurde die Gesellschaft neu gegründet und wählte P. in ihr Komitee. Noch einmal engagierte er sich für die Ziele der Gesellschaft, doch bereits die erste Pogromwelle im April 1881 führte zu einem vollständigen Gesinnungswandel. Im Sommer trat P. aus der Gesellschaft mit der Begründung aus, die Assimilation sei gescheitert. P. wandte sich in seinem Denken dem Judentum zu. Aus seinen Äußerungen und seiner Schrift ist zu entnehmen, daß er sich in dieser Zeit intensiv mit dem historischen und religiösen Erbe des Judentums, aber auch mit Baruch Spinozas Theologisch-Politischem Traktat auseinandergesetzt hatte; beides vor dem Hintergrund der offensichtlich unausweichlichen Judenfeindschaft der europäischen Gesellschaften und der Bedeutung, die der Nationenbildung im 19. Jahrhundert beigemessen wurde. Hillels Ausspruch über die aktive Selbsthilfe und Spinozas Vorstellung, daß es durchaus wieder eine jüdische Staatsbildung geben könnte, ließen ihn schließlich 1882 einen eigenen Lösungsvorschlag entwickeln.

In seiner kaum 30 Seiten umfassenden Schrift setzte sich P. zunächst mit den Beziehungen der Juden zu den anderen Völkern auseinander und kam zu der These: »Die Juden bilden im Schoße der Völker, unter denen sie leben, tatsächlich ein heterogenes Element, welches von keiner Nation assimiliert zu werden vermag, demgemäß auch von keiner Nation gut vertragen werden kann.« Dies begründend schrieb P. weiter, daß die Juden kein Vaterland hätten, daß sie nicht als gleichberechtigte Eingeborene anerkannt würden und daß ihr Bestreben, sich den Völkern anzugleichen, zwar zum Überleben des Individuums, aber zum Verlust der Nationalität geführt habe. Das Urteil der Völker über die Juden sei geprägt von Aberglauben und »Judenphobie«, sie blieben daher überall Fremdlinge. Hoffnungen, diesen Zustand durch das Erreichen einer Gleichstellung abzuändern, lehnte P. als unrealistisch und entwürdigend ab: »Wer gestellt werden muß, steht bekanntlich auf schwachen Füßen.« Zudem erkannte P. die Gefahr und Verblendung, die von einer nur gesetzlichen Emanzipation ausgehen konnte: »Aber diese gesetzliche Emanzipation ist nicht die gesellschaftliche.« Um die bisher fügungsbereiten Juden zu retten, bedürfe es nun des Willens der Juden zur Nationsbildung. Ohne Nation aber blieben die Juden »die unheimliche Gestalt eines Toten, der unter den Lebenden wandelt«. Zur Nationsbildung sei allerdings ein geeignetes Territorium notwendig, wobei es sich nur dann um Palästina handeln könne, wenn eine Expertise das Land für ökonomisch geeignet erkläre. Das zentrale Schlagwort dieser Schrift liegt in ihrem Titel: »Autoemanzipation«. Die alte jüdische Idee hatte sich zu einer zentralen Formel des sozio-politischen Verhältnisses der Juden untereinander und ihrer Beziehungen zu anderen Völkern entwickelt. Im 19. Jahrhundert aber war die »Selbstbefreiung« und »Selbsthilfe« unter dem Programm der Assimilation in Vergessenheit geraten. Dagegen rief P. den Juden dieses zentrale jüdische Element wieder ins Bewußtsein, nicht ohne aber auch der jüdischen Religion eine Mitschuld am Vergessen dieses Elements zu geben: Der Glaube an die »Einmischung einer höheren Macht zugunsten unserer politischen Auferstehung, und die religiöse Annahme, daß wir eine über uns von Gott verhängte Strafe geduldig ertragen müssen«, habe zu Passivität geführt, mit weitreichenden Konsequenzen. Anklagend gegen die Völker der Welt kulminierte seine Forderung nach Autoemanzipation in dem Satz: »Was uns fehlt ist nicht Genialität, sondern das Selbstgefühl und das Bewußtsein der Menschenwürde, das ihr uns raubt.«

Autoemancipation! war ursprünglich für die westeuropäischen Juden geschrieben. Daraus erklärt sich zum einen die Veröffentlichung in deutscher Sprache in Berlin, zum anderen konnte P. sein Werk nur in deutscher Sprache veröffentlichen, da er Russisch nur mittelmäßig, Hebräisch aber gar nicht beherrschte und Jiddisch ablehnte. Die Sprache war aber auch Appell: Die westeuropäischen Juden, besonders die deutschen, sollten die Führung in der nationalen Erneuerungsbewegung übernehmen. Seinen osteuropäischen Glaubensbrüdern traute P. eine solche Führungsrolle nicht zu, zumal seine Schrift dort zensiert wurde und es ungewiß war, wann sie erscheinen würde. Doch zu seiner Enttäuschung fand sein Werk im Westen nur geringen Widerhall. Um so begeisterter war die Aufnahme in Osteuropa. Obwohl das Werk zunächst nur gekürzt als Artikelserie in der hebräischen Zeitschrift Ha-Maggid erscheinen konnte, wurde P. bereits 1882 zur Symbolfigur für die jüdische nationale Erneuerungsbewegung in Osteuropa. Doch die in ihn gesetzten Hoffnungen konnte er nie erfüllen. Zwar ging die Einigung der Chibbat Zion-Vereine auf der Kattowitzer Konferenz 1884 auf seine Schrift zurück, zwar übernahm er den Vorsitz des dort gegründeten Verbandes, doch blieb er stets ein Intellektueller, der lieber im Hintergrund wirken wollte als im politischen Vordergrund. Die Anforderungen an ihn erschreckten ihn, mehr aber noch, daß er sich mit seinen Vorstellungen einer Einigung der verschiedenen Richtungen des Judentums unter dem Zelt der nationalen Wiedergeburt nicht durchsetzen konnte. P. starb 1891, bis zuletzt zweifelnd, ob er das richtige getan hatte. Seine Schrift geriet vor allem im Westen bis Mitte der 1890er Jahre in Vergessenheit. Sein geistiger Nachfahre Theodor Herzl jedoch berief sich wieder auf ihn, und bald zählte P.s Autoemancipation! zu den Klassikern der zionistischen Literatur – seit 1917 erschien die Schrift in zahlreichen Auflagen im Jüdischen Verlag.

Werke:

  • Autoemancipation! Mahnruf an seine Stammesgenossen von einem russischen Juden, Berlin 1882. –

Literatur:

  • J.H. Schoeps, Autoemanzipation! Ein Mahnruf von 1882, in: M. Brocke (Hg.), Beter und Rebellen, Frankfurt a.M. 1983, 223–235.
  • S. Zipperstein, Representation of Leadership (and Failure) in Russian Zionism: Picturing L.P., in: J. Reinharz und A. Shapira (Hg.), Essential Papers on Zionism, London 1996, 91–209.

Erik Petry

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Die Herausgeber

Otfried Fraisse, promovierte an der FU Berlin zu mittelalterlicher jüdisch-arabischer Philosophie; freier Mitarbeiter des Simon-Dubnow-Instituts an der Universität Leipzig.

Andreas B. Kilcher, Hochschuldozent am Institut für Deutsche Philologie II (neuere deutsche Literatur) in Münster. Bei Metzler ist erschienen: »Die Sprachtheorie der Kabbala als ästhetisches Paradigma« (1998) und »Metzler Lexikon der deutsch-jüdischen Literatur« (Hg., 2000).

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