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Metzler Lexikon jüdischer Philosophen: Max Nordau

(Simon Maximilian Südfeld)

Geb. 29.7.1849 in Pest;

gest. 22.1.1923 in Paris

N. war ein jüdischer Philosoph nach dem Ende der philosophischen Systeme im Jahrhundert des Positivismus und Darwinismus, und er wurde zeittypisch ein Kulturkritiker und ›intellectuel‹. Er galt sogar als der Prototyp des jüdischen Intellektuellen; für ihn und seine Mitstreiter in der Dreyfus-Affäre ist dieser Begriff geprägt worden. Da eine Karriere als Universitätsprofessor verwehrt war, wurde der Journalismus zum Brotberuf und zum Ort der Kulturkritik der Intellektuellen. N. nun war ein Kulturphilosoph jüdischer Herkunft, eine Philosophie des Judentums, sei es der jüdischen Religion oder des jüdischen Volkes, sucht man bei ihm allerdings vergebens. Er bekannte sich vielmehr zeitlebens zu einer »naturwissenschaftlichen Weltanschauung«, die sich in der Hauptsache aus dem Positivismus Comtes, der Evolutionslehre Darwins, dem Utilitarismus Mills und der Psychopathologie Lombrosos speiste. N.s Weltanschauung ist sonach anti-metaphysisch, empirisch, traditions- und kulturkritisch ausgerichtet. Als wahr gilt ihm, was empirisch meßbar der Fall ist und was weder dem größten Glück der Mehrheit noch der unendlichen Evolution der Menschheit und dem Fortschritt der Wissenschaften hinderlich ist. Was, wie häufig die Kunst oder die Religion, einen Wahrheitsanspruch jenseits der naturwissenschaftlichen Empirie erhebt, was dem sozialen Nutzen oder der bürgerlichen Arbeitsmoral sich nicht beugt, ist nicht nur falsch, sondern biologisch oder intellektuell »entartet«, »dekadent« und »krank«. Der Kritiker N. wirft sich so zum Arzt der Kultur auf. Religion und Religionslehren gleich welcher Art, auch jüdische, verfallen bei N. der Kritik. Sie sind »conventionelle Lügen«, die vom Fortschritt der Wissenschaften überholt und deshalb veraltet sind. Aber Religion kann die Evolution von Wissenschaften und von politisch liberalen, bürgerlichen Gesellschaften und modernen Staatswesen mit strikter Trennung von Staat und Kirche nur bremsen, nicht aufhalten. Die Abkehr von und der Bruch mit der Religion war bei N. lebensgeschichtlich prägend. Er war Sohn eines Rabbiners aus Pest, hatte sich jedoch schon als Jugendlicher von der Religion losgesagt, 1867–1873 Medizin studiert und 1873 seinen Namen von Simon Maximilian Südfeld amtlich in das nordisch-unjüdische »Max Nordau« ändern lassen. Als Auslandskorrespondent und Feuilletonist hat N. Pest verlassen und sich in Paris etabliert, wo er mit wenigen Unterbrechungen von 1876 bis zu seinem Tod 1923 als Journalist, Arzt und Schriftsteller wirkte und sich durch seine in fast 20 Sprachen übersetzten Schriften weltweit einen Namen machte. Erst das Anwachsen des Antisemitismus im Kontext der Dreyfus-Affäre und die Freundschaft mit Theodor Herzl veranlaßten N. wieder zu einem Selbstbekenntnis als Jude und machten ihn nach jahrzehntelanger Verleugnung seines Judeseins ab 1895 zu einem der Mitbegründer der zionistischen Bewegung und zu einem Protagonisten des politischen Zionismus.

Nach Anfängen als Theaterkritker und Feuilletonist beim Pester Lloyd und einer fast zweijährigen Bildungsreise (1874–75) durch Europa wurde N. in seinem Pariser Wahlexil zunächst Auslandskorrespondent der Berliner Vossischen Zeitung. Zugleich ließ er sich nach Studium und Promotion (1882) bei dem berühmten Nervenarzt Charcot als Frauenarzt und Geburtshelfer nieder. Anfänglich trat er als Autor der Kulturstudien Aus dem wahren Milliardenlande (2 Bde., 1878), Paris unter der dritten Republik (1880) und Vom Kreml zur Alhambra (2 Bde., 1880) hervor. Ein Schritt zur Kulturkritik und ein Skandalerfolg war Die conventionellen Lügen der Kulturmenschheit (1883), denn das Buch wurde durch die vom Darwinismus und französischen Positivismus getragene Weltanschauung N.s geprägt und wegen seiner scharfen Angriffe auf die Religion, den Adel und die Monarchie, den Börsenkapitalismus, die staatliche Bürokratie und die bürgerliche Ehe in Rußland verboten, aber ansonsten in Europa glänzend verkauft. In Paradoxe (1885) erweitert N. seine kulturphilosophische Position unsystematisch und kritisiert von der Warte eines liberalen Fortschrittsoptimismus und einer »evolutionistischen Ästhetik« aus den Pessimismus Schopenhauers und Eduard von Hartmanns. Weitere Kapitel betreffen den Staat als »Charaktervernichter«, die Emanzipation der Frau und den Geniekult in der Literatur. Den Pessimismus und die Dekadenz meint auch der Titel von N.s wohl bedeutendstem Roman Die Krankheit des Jahrhunderts (1887). Die Hauptfigur des Romans, der reiche Erbe Wilhelm Eynhardt, entzieht sich aus Charakterschwäche allen bürgerlichen Lebensentscheidungen und Festlegungen: der Ehe, der Politik, dem Soldatenruhm, der Arbeitsethik und dem Beruf. Dieser wilhelminische »décadent« aus Berlin stirbt schließlich, so wie sein Leben durch den Zufall statt durch seine Entscheidungen geformt wird, durch einen Unfall. Dekadente Hauptfiguren schildern auch einige der Novellen in der Sammlung Seelenanalysen (1892).

Die Kritik der Dekadenz in Europa hat schließlich N.s sehr erfolgreiches Opus magnum Entartung (1892/93) entscheidend mitbestimmt. In Art einer Psychopathologie der gesamten Kultur des Fin de siècle in Europa kritisiert N. sämtliche bekannten Werke der avantgardistischen Literatur in Europa, die formal nicht mehr den Idealen des Realismus und des Naturalismus gehorchen. Werden darüber hinaus inhaltlich andere Tugendideale als die des patriarchalen, fortschrittsgläubigen, liberalen, rationalistischen und arbeitssamen Bürgertums vertreten, gelten N. solche Kunstwerke und Literatur als pathologisch »entartet« und mithin geisteskrank. Die Inhalte, aber auch die Verehrer von Lyrik, Prosa, Dramen und Opern solcher Autoren wie Baudelaire, Verlaine, Mallarmé, Zola, Wilde, Ibsen, Wagner oder Nietzsche werden umstandslos pathologisiert, weil sie der Weltanschauung eines »gesunden«, vernünftigen, wissenschaftlichen, moralischen und bürgerlichen Fortschritts durch Evolution nicht entsprechen. N.s Entartung hat das Schlagwort geliefert, aber mit der intellektuellen Pathologisierung jeglicher nicht-naturalistischer Avantgarde-Kunst auch jene Gedankenfigur einer außerästhetischen, quasi-medizinischen Ausgrenzung der ästhetischen Moderne vorgezeichnet, die Jahrzehnte später von Diktaturen des 20. Jahrhunderts in die Tat umgesetzt wurde. Entgegen den prinzipiell liberalen Überzeugungen N.s wurde das Schlagwort Entartung durch andere Autoren und Ideologen angeeignet und in popularisierter und politisierter Form in Diktaturen des 20. Jahrhunderts zur herrschenden Praxis. Hatte N. mit der Geste des liberalen Großbürgers und -kritikers die ›Exzesse‹ des l’art pour l’art als krankhaft attackiert, so geriet diese Pathologisierung Jahrzehnte später zum Instrument kleinbürgerlicher Kunst-Diktatur: Der Begriff der als krank denunzierten »Entarteten Kunst« wurde von den Nationalsozialisten antisemitisch und antikommunistisch erweitert, die Kunst selber aus den Bibliotheken und Museen entfernt, Bücher verbrannt und 1937 Skulpturen und Gemälde durch eine Wanderausstellung an den Pranger gestellt. Eine politisch totalitär gewordene pathologisierende Kunstkritik brachte, weil unvereinbar mit dem gesunden Volksempfinden oder auch den Kunstidealen eines sozialistischen Realismus, die Avantgarde-Künstler vor den staatlichen Zensor, ins Exil, ins Gefängnis oder in die Psychiatrie.

N.s Ruhm und Erfolg als Kulturkritiker hat Entartung trotz vieler Gegenkritik nur gemehrt. Er wurde endgültig einer der gefragtesten Feuilletonisten Europas. Von 1895 bis 1914 war er der Pariser Kultur-Korrespondent der Wiener Neuen Freien Presse und hat in bis zu 30 Feuilletons jährlich die Avantgarde kritisiert, aber dadurch auch umfassend präsentiert. Seine Weltanschauung blieb sich dabei gleich. Noch in seinem letzten philosophischen Werk Der Sinn der Geschichte (1909), einer umfassenden Anti-Geschichtsphilosophie, läßt N. auf über 450 Seiten keinen Zweifel an seinem monistischen und evolutionistischen Weltbild aufkommen: Mit großer Gelehrtheit läßt er die abendländischen Geschichtsphilosophen von Augustin bis zu Hegel und Marx Revue passieren, nur um zu dem Ergebnis zu kommen, daß die menschliche Freiheit irrelevant und daß die Geschichte letztlich nichts anderes ist als ein Phänomen der Natur. Natur aber habe so wenig wie die Geschichte einen Sinn oder gar eine Teleologie.

Auch N.s Engagement für den Zionismus war tief von seiner Weltanschauung geprägt. Nachdem Herzl ihm schon vor Erscheinen von Der Judenstaat (1896) aus dem Werk vorgelesen hatte, war N. für den politischen Zionismus gewonnen. Auf dem 1. Zionistischen Kongreß 1897 in Basel gehörte N. zu den Mitverfassern der »Basler Erklärung«, die als Ziel des Zionismus »die Schaffung einer öffentlich-rechtlich gesicherten Heimstätte in Palästina« für das jüdische Volk deklarierte. N. hielt wichtige programmatische Reden auf allen Zionistischen Kongressen bis 1907. Sie finden sich, gemeinsam mit anderen Vorträgen in N.s Zionistischen Schriften, die 1909 anläßlich seines 60. Geburtstages erschienen. Angesichts der Pogrome in Osteuropa und des in der Dreyfus-Affäre evident gewordenen, unausrottbaren Antisemitismus selbst in den fortgeschrittensten Demokratien Westeuropas und Amerikas begründet N. in Dutzenden von Vorträgen überall in Europa den Zionismus als eine Notwendigkeit im Kampf ums Dasein des jüdischen Volkes, der neben Gelehrten und Intellektuellen auch das »Muskeljudentum« von jüdischen Bauern und Soldaten erfordere. Den religiösen und den Kulturzionismus hingegen wies N. zurück und unterstützte, gegen Achad Haam, Herzls Vision eines modernen, säkularen, industrialisierten und europäisch zivilisierten Judenstaates. Die Übernahme von Ämtern in der Zionistischen Bewegung und die Nachfolge von Herzl nach dessen Tod 1904 hat N. allerdings abgelehnt, um seine geistige und finanzielle Unabhängigkeit als Schriftsteller und Intellektueller zu wahren. Im Ersten Weltkrieg mußte N. nach Spanien emigrieren, nach dem Krieg überwarf er sich mit der Leitung der Zionistischen Bewegung um Chajim Weizmann in London und zog sich in Paris zurück. Nach einem Schlaganfall starb N. dort verarmt und vergessen 1923. Sein Sarg wurde 1926 nach Tel Aviv überführt und N. dort auf dem Stadtfriedhof ehrenvoll beigesetzt.

Werke:

  • M.N., Die conventionellen Lügen der Kulturmenschheit, Leipzig 1883, 19 Aufl. bis 1903.
  • Paradoxe, Leipzig 1885.
  • Entartung, 2 Bde., Berlin 1892–93.
  • Der Sinn der Geschichte, Berlin 1909.
  • Zionistische Schriften, hg. Zionistisches Aktionskomitee, Köln 1909. –

Literatur:

  • D. Bechtel, D. Bourel, J. Le Rider (Hg.), M.N. 1849–1923. Critique de la dégénérescence, médiateur franco-allemand, père fondateur du sionisme, Paris 1996.
  • Ch. Schulte, Psychopathologie des Fin de siècle. Der Kulturkritiker, Arzt und Zionist M.N., Frankfurt a.M. 1997.

Christoph Schulte

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Die Herausgeber

Otfried Fraisse, promovierte an der FU Berlin zu mittelalterlicher jüdisch-arabischer Philosophie; freier Mitarbeiter des Simon-Dubnow-Instituts an der Universität Leipzig.

Andreas B. Kilcher, Hochschuldozent am Institut für Deutsche Philologie II (neuere deutsche Literatur) in Münster. Bei Metzler ist erschienen: »Die Sprachtheorie der Kabbala als ästhetisches Paradigma« (1998) und »Metzler Lexikon der deutsch-jüdischen Literatur« (Hg., 2000).

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