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Metzler Lexikon jüdischer Philosophen: Micha Josef Berdyczewski

(Bin Gorion)

Geb. 7.8.1865 in Miedzyborz (Podolien);

gest. 18.11.1921 in Berlin

B. hat ein umfangreiches hebräisches, deutsches und jiddisches Werk hinterlassen, dessen Erschließung bis heute unvollkommen ist. Er trat zunächst auf dem Gebiet theoretisch-kritischer Essays in hebräischer Sprache hervor, begann aber gleichzeitig mit der Veröffentlichung von hebräischen Novellen und Erzählungen, deren atmosphärischer Hintergrund die chassidische Welt seiner Jugend ist. Als Höhepunkt und literarisches Vermächtnis dieser literarischen Neigung ist sein Roman Mirjam anzusehen, den er erst zwei Tage vor seinem Tode 1921 abschloß. Im Verlaufe seiner schriftstellerischen Tätigkeit konzentrierte er sich zunehmend auf die Sammlung von Märchen und Legenden aus der jüdischen Tradition, durch die er unter seinem Pseudonym Bin Gorion (ab 1920 sein bürgerlicher Familienname) Ruhm erlangte. Im deutschen Kulturraum fand seine von seiner Ehefrau Rahel Ramberg-B. aus dem Hebräischen übersetzte Sammlung Born Judas (6 Bände, Leipzig 1916–1923/26) mit Märchen und Volksgeschichten aus dem gesamten nachtalmudischen Schrifttum weite Verbreitung und Anerkennung. Schon seine erste größere Publikation Bet Ha-Midrasch (»Das Lehrhaus«, Krakau 1888) war ein Sammelband, mit 34 Beiträgen über das alte und neue Judentum, darunter 18 von ihm selbst verfaßte. Diese Zweigleisigkeit von Sammlungstätigkeit und eigener Kreativität kennzeichnet sein Gesamtwerk, und seine späteren Präsentationen der Mythen, Märchen und Legenden des Judentums dürften als eine schöpferische Synthese aus beiden Neigungen zu verstehen sein.

Im chassidischen Milieu aufgewachen und mit einer gründlichen traditionellen Ausbildung versehen, die er mit einem längeren Aufenthalt an der berühmten Jeshiva von Volozhin (Litauen) abschloß, fühlte sich B., wie so viele seiner jüdischrussischen Zeitgenossen, schon früh von der säkularen westeuropäischen geistigen Welt und Literatur angezogen. Er nahm 1890 in Breslau, ab 1894 in Bern das Studium der Philosophie auf, wo er 1896 bei dem Dilthey-Schüler Ludwig Stein mit einer Dissertation Ueber den Zusammenhang zwischen Ethik und Aesthetik (1897) promovierte. Nach 1896 lebte er abwechselnd in Breslau und Berlin. Der Einfluß Schopenhauers während B.s Studienzeit wird in seinem berühmten Artikel Reshut ha-Jachid beʽad ha-Rabbim (1892, »Das Individuum und die Gemeinschaft«) deutlich. Es ist ein Plädoyer für individuelle Freiheit und Verwirklichung der menschlichen Kreativität, die immer wieder durch die Gemeinschaft und deren kollektive Zwänge eingeschränkt werde. Diese Grundüberzeugung wollte B. auch in seiner Existenz als Jude verwirklichen und geriet damit ins Zentrum der damaligen Auseinandersetzungen über den schwierigen Neuanfang des Judentums in der Moderne. Aus dieser Position wird B. zum schärfsten Kritiker der von Achad Haam vertretenen neuen Strömung des »geistigen Zionismus«, die in seinen Augen genau diesen Zwang ausübt. Die von Achad Haam herausgegebene Zeitschrift Ha-Shiloach wurde 1897 zur Plattform für B.s viel beachteten Feldzug für die »Erweiterung der Grenzen« des neuen Judentums. Die in dieser Zeitschrift sich manifestierende Einengung des hebräischen Literaturbegriffes war B.s Hauptangriffspunkt. In einem »Offenen Brief an Achad Haam« (Mikhtav Galui le-Achad Haʽam), veröffentlicht in einer späteren Nummer des ersten Bandes von Ha-Shiloach, forderte B. eine Auseinandersetzung mit modernen Themen und die Berücksichtigung fremder Literaturen, vor allem aber eine Öffnung für belletristische Beiträge. »Wir schielen immer nach der Kultur eines anderen Volkes, weil wir keine eigene profane besitzen. Diese Entzweiung mit sich selbst und das Hinauswollen über sich selbst wird auch im eigenen Lande statthaben, solange die geistige Basis des jüdischen Volkes nicht eine ganz andere geworden ist und eine völlige Umwertung in allem stattgefunden hat; es muß an die Schaffung einer eigenen weltlichen Kultur gedacht werden.« Die weltlichen Elemente gehörten zur jüdischen Kreativität und könnten sich unter der geistigen Diktatur der weltfremden »spirituellen« Zionisten nicht entfalten, würden vielmehr durch sie unterdrückt. In konzentrierter Form entwickelte B. diese Anschauungen in seinem Artikel Shinnui haArakhim (»Umwertung aller Werte«, 1897), der schon in seinem Titel die Nähe zu Nietzsches Gedankenwelt erkennen läßt. Er reagierte damit auf den gleichnamigen Artikel Achad Haams, in dem dieser unter Zurückweisung der »arischen« Ingredienzien Nietzsches Gedanken vom Übermenschen aufnahm und auf die jüdische Nation kollektiv anwandte. Tatsächlich handelt es sich bei B.s Umwertung eher um eine Anleihe von Elementen und Termini, weniger aber um eine tiefergehende Übernahme gedanklicher Ansätze. Wie besonders sein späteres Werk zeigte, war B. genau wie Achad Haam von einem unerschütterlichen Glauben an die Existenz einer jüdischen Nation durchdrungen und suchte nur nach besseren Wegen, diese wieder voll zur Entfaltung zu bringen. Der Ansatz dazu war die Neuinterpretation der jüdischen Geschichte und Tradition. B. versteht sie als einen ständigen Niedergang der schöpferischen Kraft und der jüdischen Kultur. Die absolute Herrschaft des spirituellen Elementes und die damit verbundene Verdrängung des materiellen Lebens, also »die Herrschaft der Schrift über das Schwert«, habe die Entkräftung und Entleerung der jüdischen Kultur verschuldet. In dieser Analyse ist B. nicht weit von Achad Haams Urteil der »Versteinerung der Herzen« entfernt, doch ist sein Lösungsvorschlag dem Achad Haams diametral entgegengesetzt: Wo Achad Haam eine »Wiederbelebung der Herzen« mit Hilfe der nationalen Ethik postuliert, setzt B. auf die Wiederentdeckung der materiellen, sinnlichen Elemente des Judentums und die Kreativität des Individuums.

Inbegriff der unheilvollen Vergeistigung ist für B. die Figur des Jochanan ben Zakkaj, des Gründers der Gelehrtenschule von Javne nach der Zerstörung Jerusalems durch Titus. Statt mit der Gründung dieser Schule eine geistige Erneuerung des Judentums einzuleiten, hätte Jochanan ben Zakkaj nach B.s Ansicht besser daran getan, die Juden in Jerusalem anzufeuern, die Mauern der Stadt zu verteidigen und das Land und seine jüdischen Einwohner vor der Eroberung zu bewahren (vgl. Hugo Bergman, Jawne und Jerusalem). Daß diese Kritik vor allem unter den jüngeren Juden »mit ihrem regen und für alles Neue empfänglichen Herzen« (Achad Haam: Umwertung aller Werte) auf fruchtbaren Boden fiel, versteht sich von selbst; ebenso, daß radikale revisionistische Kreise des Jishuv, der jüdischen Siedlung in Palästina, sie aufgriffen. Auch in den Erzählungen und Novellen (sippurim) schlägt sich die Suche nach dem organischen Ursprung des Judentums und dessen Wiederherstellung in einer immer stärker werdenden volkstümlichen Schilderung erdnaher, gesunder Protagonisten nieder, wobei jedoch gleichzeitig die seelische Zerrissenheit des zeitgenössischen Juden einen wichtigen Platz inne hat.

Anders als Achad Haam, der von der Idee besessen war, seine Lehre in systematischer Form der Nachwelt zu übergeben und an seiner Unfähigkeit litt, diese Aufgabe zu erfüllen, fand B. in seinem literarischen Schaffen immer wieder einen schöpferischen Weg, seine Ideen umzusetzen. Im Jahre 1911 ließ sich B. dauerhaft in Berlin nieder, wo er sich bis zu seinem Lebensende 1921 in wissenschaftliche Fragestellungen vertiefte. Durch Ignaz Goldzihers Der Mythos bei den Hebräern (1876) inspiriert, begann er 1913 die Herausgabe des Sammelwerkes Die Sagen der Juden, in dem er aggadische und Midrasch-Materialien zur Bibel in deutscher Übersetzung zusammenstellte und gleichzeitig die sechsbändige Sammlung Der Born Judas mit Märchen und Volkserzählungen aus nachtalmudischer Zeit erarbeitete. Die Märchen und Legenden erfuhren verschiedene Neufassungen und Erweiterungen durch B., vor allem in den hebräischen Ausgaben. Diese Hauptarbeit der letzten Jahre war von kleineren literarischen Arbeiten in Deutsch (z.B. Joseph und seine Brüder, 1917; Eli, 1919), in Jiddisch und gegen Ende, auf Betreiben seines Verlegers und Gönners A.J. Stybel auch wieder in Hebräisch begleitet. Aus den religionswissenschaftlichen Studien dieser letzten Jahre wurde posthum von seiner Frau und seinem Sohn Emanuel bin Gorion 1926 die Abhandlung Sinai und Garizim. Über den Ursprung der israelitischen Religion. Forschungen zum Hexateuch auf Grund rabbinischer Quellen veröffentlicht. Unter Einbeziehung der neueren kritischen Bibelforschung und auf der Grundlage von rabbinischen Materialien führt B. hier den neuen Begriff der »Gesetzesstationen« in die Bibelforschung ein, demzufolge es in der Geschichte Israels mehrere Stationen der Gesetzesverleihung gegeben habe und nicht nur die eine am Sinai. Die eigentliche Konstituierung der israelitischen Religion sei mit der Versammlung ganz Israels vor Josua in Sichem (Josua, Kap. 24) erfolgt, der Garizim sei daher als der heilige Berg Israels anzusehen, nicht der Sinai. Die geistige Führerschaft Moses’ wird bestritten, als Gründer Israels tritt Josua hervor. Es findet hier eine Stellungnahme zum Wettstreit um die unterschiedlichen Überlieferungen von Judäa und Samaria statt, in der sich B. für die Überlieferungen des Nordreiches (Garizimbund, Josua, Dodekalog gegen Sinaibund, Mose, Dekalog) entscheidet. Der mit den Aussagen über Jochanan ben Zakkaj schon erkennbare »antirabbinische Stachel« scheint auch hier die Motivation für die Forschungen zu sein. Alter Druyanow bezeichnet in der Encyclopedia Judaica auch diese Arbeit abwertend als eine »editorische«, da B. hier lediglich die Belege aus der Literatur zusammenstelle und ediere. Sie fällt somit nach Druyanow, wie der Hauptteil von B.s Oeuvre, unter die Kategorie der Anthologie, einer seiner Meinung nach eher populären Spielart wissenschaftlich-kritischer Forschung. Auch die gegenwärtige Forschung mißt B.s Arbeit als Anthologe die Hauptbedeutung zu, so daß für ihn unlängst das Epithet »homo anthologicus« geprägt wurde (Kagan). Im Gegensatz zu Druyanow wird Anthologisierung hierbei jedoch als neue Form literarischer Kreativität beurteilt.

Sinai und Garizim war nur ein Teil des beachtlichen Nachlasses B.s. Im Jahre 1924 gab der Verlag Stybel in 6 Bänden auch die meistenteils noch unveröffentlichten jiddischen Schriften B.s heraus; der Born Judas wurde erst 1926 mit dem 6. Band abgeschlossen. Auch von den Sagen der Juden erschien der abschließende 5. Band erst 1927. Die bekannteste Anthologie B.s Mi-Meqor Jisra’el (»Aus der Quelle Israels«) wurde erst posthum von seinem Sohn herausgebracht. B.s Werk wird heute außerhalb Israels nur noch wenig rezipiert. In Israel selbst hat sich die Stadt Holon, wo Frau und Sohn B.s vor Verfolgung in Deutschland Aufnahme fanden, seines Erbes angenommen und ein Archiv »Ginze Micha Josef« eingerichtet. Nachlaß, Originalbibliothek und relevante Dokumente werden dort von einer kleinen Gruppe von Anhängern B.s verwahrt, und eine Jahresschrift berichtet über den Stand der Forschung.

Werke:

  • Kol kitve M.J.B. (Gesammelte Werke, hebr.), 20 Bde., Leipzig 1921–1925.
  • Der Born Judas, 6 Bde., Leipzig 1913–1926.
  • Die Sagen der Juden, 5 Bde., Frankfurt a.M. 1913–1927.
  • Vom östlichen Judentum, Berlin 1918, Mi-Meqor Jisra’el, 5 Bde., Tel Aviv 1939-1945. E. Bin Gorion, Sinai und Garizim. Vom Ursprung der israelitischen Religion, Berlin 1926. –

Literatur:

  • S.H. Bergman: Jawne und Jerusalem, Berlin 1919.
  • A. Druyanow, in: Encyclopaedia Judaica, Bd. 4, Berlin 1929.
  • Z. Kagan, Homo Anthologicus: M.J.B. and the Anthological Genre, in: Prooftext 19 (1999), 41-57.

Barbara Schäfer

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Die Herausgeber

Otfried Fraisse, promovierte an der FU Berlin zu mittelalterlicher jüdisch-arabischer Philosophie; freier Mitarbeiter des Simon-Dubnow-Instituts an der Universität Leipzig.

Andreas B. Kilcher, Hochschuldozent am Institut für Deutsche Philologie II (neuere deutsche Literatur) in Münster. Bei Metzler ist erschienen: »Die Sprachtheorie der Kabbala als ästhetisches Paradigma« (1998) und »Metzler Lexikon der deutsch-jüdischen Literatur« (Hg., 2000).

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