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Metzler Lexikon jüdischer Philosophen: Mordechai Menachem Kaplan

Geb. 11.6.1881 in Svencionys (Litauen);

gest. 8.11.1983 in New York

Die Identitätsdebatten des 20. Jahrhunderts innerhalb des amerikanischen Judentums haben mit der Strömung des »Reconstructionism« eine originelle Synthese von Vorstellungen hervorgebracht, die eine Antwort auf die religiös-kulturellen Bedürfnisse des jüdischen Volkes nach der Tragödie der Shoah, der Schaffung des Staates Israel und der Entwicklung einer säkularen jüdischen Kultur zu geben versuchen. Der geistige Initiator dieser Bewegung, K., stammte aus einer traditionellen Familie, die 1888 von Litauen über Paris in die Vereinigten Staaten auswanderte und sich in der New Yorker Lower East Side niederließ. Zunächst erteilte ihm sein Vater, ein Talmudgelehrter aus der Schule von Volozhin, Privatunterricht, doch schon bald besuchte K. die Jeshiva »Ez Chajim« und absolvierte schließlich eine Ausbildung am Jewish Theological Seminary (JTS) sowie am City College of New York.

1900 begann er sein Studium der Philosophie und Sozialwissenschaften an der Columbia University, wo er u.a. von Felix Adler, dem Gründer der Ethical Culture-Bewegung, beeinflußt wurde und aus der zeitgenössischen Philosophie, Religionsgeschichte und Soziologie wichtige Erkenntnisse aufnahm, die zeitlebens seine Interpretation des Judentums bestimmen sollten. Vor allem die Prämisse, Religion müsse im Zusammenhang mit dem Leben, der Kultur, dem Gruppenbewußtsein und der politischen Umwelt eines Volkes verstanden werden, prägte K.s. Überzeugung, das Judentum könne nur dann eine lebendige Kraft bleiben, wenn es Juden auf ihre eigene Erfahrung anspreche: Jüdische Glaubensüberzeugungen und Rituale müßten daher immer wieder auf ihren Sinn überprüft und unter Umständen im Lichte gegenwärtiger Erfahrung verändert, neu interpretiert oder ersetzt werden. 1903 wurde K. Prediger an der orthodoxen New Yorker Gemeinde »Kehilath Jeshurun«, doch seine Tagebücher zeugen davon, wie sehr ihn in der Folgezeit der Widerstreit zwischen diesem Amt und seinen sich immer stärker von der Tradition lösenden Ideen peinigte. Schon bald suchte er nach einem Ausweg aus dem Rabbinat und war froh, als ihm Solomon Schechter 1909 die Stellung als Rektor des neu gegründeten Teachers Institute des JTS anbot, eine Funktion, die ihm einen erheblichen Einfluß auf das jüdische Bildungswesen in Amerika verschaffte. Von 1915 bis 1921 war er zugleich Rabbiner des Jewish Center an der Upper West Side, einer zwar orthodoxen, aber experimentellen Gemeinde, welche die Synagoge als Mittelpunkt eines intensiven kulturellen und sozialen Gemeindelebens verstand. Von 1919 bis zu seinem Ruhestand 1963 lehrte K. an der Rabbinical School des JTS, das sich inzwischen zum geistigen Zentrum des konservativen Judentums entwickelt hatte. Als Dozent für Midrasch, Homiletik und Philosophie widmete er sich den grundlegenden religiösen Fragen, vor denen das moderne amerikanische Judentum stand, und übte so großen Einfluß auf mehrere Generationen von Rabbinern und Intellektuellen aus.

In seinen Reden und Essays der zwanziger und dreißiger Jahre brachte K. seine Gedanken – zum großen Unbehagen seiner Kollegen und der Geldgeber des JTS – immer radikaler zur Sprache. 1920 veröffentlichte er im Menorah Journal seinen programmatischen Essay A Program for the Reconstruction of Judaism, in dem er auf der Grundlage der historisch-kritischen Bibelforschung die traditionelle Annahme der göttlichen Inspiration der Tora bestritt und harte Kritik an der Orthodoxie übte: Solange Juden an deren traditionellem Verständnis der Tora als eines übernatürlich offenbarten Buches festhielten, sei eine konstruktive Anpassung des Judentums, die es zu einem lebendigen Faktor der modernen amerikanischen Gesellschaft machen könne, undenkbar. Eine solche »Rekonstruktion« der jüdischen Religion sei nur möglich, indem man vom Geist der eigenen Zeit ausgehe, sich von mythologischen Gottesvorstellungen verabschiede, einen dynamischen Code jüdischer Ethik schaffe und in Verbindung mit jüdischer Kultur im Lande Israel bleibe. Auch vom Reformjudentum distanzierte sich K., weil es mit seiner Geringschätzung des Rituals und des jüdischen Nationalismus einen allzu radikalen Bruch mit der Vergangenheit vollziehe und ein zeitloses »Wesen des Judentums« an ihre Stelle setze. 1934 veröffentlichte K. sein Buch Judaism as a Civilization, das zu einem Klassiker amerikanisch-jüdischen Denkens wurde. In seiner revolutionären Deutung erscheint das Judentum nicht als Religion des »ethischen Monotheismus« oder als von göttlichen Geboten bestimmtes Gebilde, sondern als sich durch Jahrtausende hindurch dynamisch entfaltende »Zivilisation«, in deren Zentrum zwar die Religion steht, die aber auch durch andere Elemente wie Sprache, säkulare historische Erfahrung, Musik, Kunst und Liebe zum eigenen Land gekennzeichnet ist. Entsprechend besitzt die Entscheidung, in der modernen Gesellschaft »Jude zu bleiben«, eine dreifache Dimension: »In der zeitgenössischen Philosophie gesprochen, handelt es sich beim Judentum als einer sich entwickelnden Zivilisation existentiell um jüdisches Volkstum, essentiell um jüdische Religion und funktional um die jüdische Lebensweise.« Als im kontinuierlichen Wandel begriffene Zivilisation widerstreitet sie von selbst jeglichem Dogmatismus und läßt sich problemlos mit der Vielfalt des Denkens und der Erfahrung des amerikanischen Pluralismus vereinbaren. K. forderte deshalb vor allem eine demokratische Struktur der Synagogengemeinden – mit freiwilliger Mitgliedschaft, gewählter Führung und Achtung vor der religiösen Überzeugung des Einzelnen. Zu den praktischen Folgerungen seines Denkens zählen die Schaffung neuer Rituale, etwa der Bat Mizwa-Zeremonie, die der Neuinterpretation der Stellung von Frauen im Judentum Rechnung tragen sollte, aber auch Veränderungen wie eine neue liturgische Gestaltung der Pessach Haggada sowie den Entwurf eines rekonstruktionistischen Sabbath Prayer Book, das K. 1945 den feierlichen Bann durch die Union of Orthodox Rabbis eintrug. K. verstand seine Bewegung, die sich zunächst in der Society for the Advancement of Judaism organisierte, nicht als separate Strömung, sondern hoffte sie als linken Flügel des »Conservative Judaism« etablieren und ihr auf diese Weise breiteste Wirkung verschaffen zu können. Aus den Gemeinden, die sich um K.s Philosophie scharten, entstand 1954 die Federation of Reconstructionist Congregations and Chavurot, die sich dann Ende der sechziger Jahre doch zu einer eigenständigen Denomination entwickelte. 1968 wurde das Reconstructionist Rabbinical College in Philadelphia gegründet, wo K. bis ins hohe Alter lehrte.

K.s Deutung des Judentums läßt sich als jüdisch akzentuierte Synthese eines empirischen Religionsverständnisses, pragmatischer Philosophie und pluralistischer Prozeßtheologien verstehen, wie sie im Denken von William James, John Dewey, Alfred North Whitehead oder John Cobb Jr. begegnen. All diese Ansätze gehen von der Vorläufigkeit religiöser Erkenntnis aus und beruhen auf der Prämisse eines schöpferischen Prozesses, der Werte wie Humanität, Toleranz und Verantwortung schafft, der die Menschheit zum Besseren verwandelt und das Leben lebenswert und heilig macht. Als eine der wichtigsten Lehren K.s in diesem Zusammenhang kann sein Widerspruch gegen jeglichen Supranaturalismus gelten: »Der historische Ansatz«, schrieb er in The Future of the American Jew (1949), »bedeutet, daß es sich bei der jüdischen Tradition um ein menschliches Phänomen handelt, das den natürlichen Gesetzen menschlichen Verhaltens und der normalen Reaktion zwischen menschlichem Leben und der Umwelt unterworfen ist.« Als religiöser Humanist verstand K. das Göttliche nicht theistisch als übernatürliche Kraft im Universum, sondern als immanenten Bestandteil menschlicher Erfahrung. Entsprechend gilt es, die jüdische Religion nicht auf übernatürliche Autorität zu gründen, sondern auf dem Denken und der Erfahrung des jüdischen Volkes. In der Gegenwart bedarf es, anders als in vormodernen Kulturen, des Konzepts eines »transnaturalen« Judentums, das Gott in der »Organizität« des Kosmos und in der Erfüllung der menschlichen Natur und des menschlichen Schicksals findet. »Transnaturalismus bezieht sich auf den Bereich, in dem Geist, Persönlichkeit, Willen, Ideale, Werte und Sinn wohnen. Er hat es mit dem Guten und Wahren zu tun.« In der Tradition der Philosophie John Deweys ging es K. mehr um die ethische Gültigkeit der jüdischen Religion und ihres Wertes für das Überleben des jüdischen Volkes als um die Wahrheit ihrer traditionellen Glaubensüberzeugungen. Diese haben historisch dem jüdischen Volk geholfen, angesichts der Nöte der Geschichte zu überleben, doch es handelt sich um Mythen, Symbole und Metaphern, die es zu entmythologisieren gilt, wobei ihre wesentliche Wahrheit jedoch bewahrt bleibt. Der Gott Israels ist kein Gott, dem supranaturale Konzepte gerecht würden, die stets von Dogmatismus, Chauvinismus und Fanatismus bedroht sind, sondern der »Gott der Natur«, der Geist der Freiheit, Gerechtigkeit, Wahrheit und Barmherzigkeit, die in der jüdischen Zivilisation zum Ausdruck kommt. Der Frage, weshalb gerade das Judentum dabei eine so bedeutende Rolle spielt, ging K. in seinem Buch The Purpose and Meaning of Jewish Existence (1964) nach: Innerjüdisch besteht die wichtigste Funktion der Rekonstruktion jüdischen Glaubens darin, das Überleben des jüdischen Volkes zu sichern, Liebe zum Judentum zu wecken, »den Einzelnen an das soziale und geistige Erbe einer historischen Gesellschaft zu binden und ihn für dessen Weitergabe zu gewinnen«. Dieses Überleben als eigene ethische, kulturelle und religiöse Gruppe hat jedoch nur dann Sinn, wenn es nicht der Fortexistenz eines Relikts aus der Vergangenheit, sondern dem »höchsten denkbaren Zweck« gilt, der darin besteht, »exemplarisch die Kunst vorzuleben, als Einzelne wie als Gemeinschaft so zu leben, daß wir zum intellektuellen, moralischen und spirituellen Fortschritt der Menschheit beitragen«. Obwohl K. die Vorstellung einer »Erwählung Israels« ablehnte, weil sie mißverständliche Assoziationen einer religiösen Überlegenheit wecken könnte, schrieb er dem Judentum eine einzigartige Bedeutung zu: Als »einzige Religion der Menschheit«, die »von Beginn an auf der fortschreitenden Geschichte eines Volkes in seiner Beziehung zur Menschheit« beruht habe, sei das Judentum ein »Volk im Ebenbilde Gottes«, das in besonderer Weise befähigt sei, Verantwortung für eine »auf Freiheit, Gerechtigkeit, Frieden und Liebe beruhende Gesellschaftsordnung« zu stiften. Um diesem Anspruch gerecht werden zu können, war das Judentum nach K.s Überzeugung auf die Ausstrahlung eines starken, demokratischen und geistig wie kulturell jüdischen Staates Israel sowie auf einen ausgeprägten Diasporanationalismus angewiesen, ohne den jüdische Identität verloren ginge. Die Anziehungskraft des »Reconstructionism« in den USA hängt zweifellos damit zusammen, daß es K. gelang, Offenheit für eine pluralistische Deutung des Judentums mit ethnisch-kulturellem Bewußtsein und Stolz auf das Potential der »jüdischen Zivilisation« für die moderne Gesellschaft zu verbinden.

Werke:

  • Judaism as a Civilization. Toward a Reconstruction of American Jewish Life, New York 1934.
  • The Meaning of God in Modern Jewish Religion, New York 1962.
  • The Future of the American Jew, New York 1949.
  • Judaism Without Supernaturalism, New York 1958.
  • The Purpose and Meaning of Jewish Existence, Philadelphia 1964. –

Literatur:

  • E.S. Goldsmith/M. Scult/R.M. Seltzer (Hg.), The American Judaism of M.M.K., New York 1990.
  • M. Scult, Judaism Faces the Twentieth Century. A Biography of M.M.K., Detroit 1994.

Christian Wiese

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Die Herausgeber

Otfried Fraisse, promovierte an der FU Berlin zu mittelalterlicher jüdisch-arabischer Philosophie; freier Mitarbeiter des Simon-Dubnow-Instituts an der Universität Leipzig.

Andreas B. Kilcher, Hochschuldozent am Institut für Deutsche Philologie II (neuere deutsche Literatur) in Münster. Bei Metzler ist erschienen: »Die Sprachtheorie der Kabbala als ästhetisches Paradigma« (1998) und »Metzler Lexikon der deutsch-jüdischen Literatur« (Hg., 2000).

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