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Lexikon der Mathematik: Ahlfors, Lars Valerian

finnisch-amerikanischer Mathematiker, geb. 14.8.1907 Helsinki, gest. 11.10.1996 Boston (MA).

Ahlfors interessierte sich schon als Kind für Mathematik. 1924–28 studierte er an der Universität Helsinki bei Lindelöf und Nevanlinna. Letzteren begleitete er im Herbst 1928 für ein Semester nach Zürich und kehrte nach weiteren Studien in Paris 1929 nach Finnland zurück. Er erhielt eine Anstellung an der Abo Akademie, Turku, reichte 1930 seine Dissertation ein und weilte nach deren Verteidigung 1932 nochmals in Paris. 1933 wurde er Dozent an der Universität Helsinki, 1938 ordentlicher Professor. 1935 ging er für drei Jahre als Gast-professor an die Harvard Universität in Cambridge (Mass.), 1945 nahm er einen Ruf an die Universität Zürich an, ging aber schon 1946 an die Harvard Universität zurück, wo er 1977 emeritiert wurde. 1952 erhielt er die Staatsbürgerschaft der USA.

Ahlfors’ zentrales Arbeitsgebiet war die Funktionentheorie. In Arbeiten über Riemannsche Flächen gab er 1935 eine geometrische Interpretation der Nevanlinnaschen Theorie der meromorphen Funktionen. Mit seinen Methoden zum Studium meromorpher Funktionen eröffnete Ahlfors ein neues Gebiet der komplexen Analysis. Ein wichtiges Thema bildeten die quasikonformen Abbildungen. 1936 erhielt Ahlfors zusammen mit J. Douglas die erstmals vergebene Fields-Medaille.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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