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Lexikon der Mathematik: al-Battâni, Abu Allah Mohammad ibn Djabir

Albatenius, syrischer Astronom und Mathematiker, geb. um 858 Harran (Syrien), gest. 929 Samarra (Irak).

Al-Battâni arbeitete in Antiochia und ar-Raqqah in Syrien. Er gilt als der bedeutendste arabische Astronom des Mittelalters. Unter anderem katalogisierte er 533 Sterne und bestimmte genauere Abschätzungen für die Dauer eines Jahres (365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 24 Sekunden) und der Jahreszeiten. Er entdeckte die Variation des größten Sonnenabstandes von der Erde und nahm genaue Finsternisbeobachtungen vor.

Al-Battâni bediente sich bei seinen Berechnungen trigonometrischer Methoden, wodurch seine Ergebnisse genauer wurden als die des Ptolemaios, der vor allem mit Mitteln der Geometrie gearbeitet hatte. Al-Battânis Werk über die Sternbewegungen enthielt neben astronomischen Tafeln auch trigonometrische Formeln. Diese Arbeit wurde 1116 ins Lateinische und während des 13. Jahrhunderts ins Spanische übertragen. 1537 erschien es erstmals gedruckt.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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