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Lexikon der Mathematik: Assoziativer Speicher

ein Speicherkonzept, bei dem über (Teil-(Informationen und nicht über Speicheradressen auf den Speicherinhalt zugegriffen wird.

Im klassischen informationstheoretischen Sinne versteht man unter einem Speicher ein Medium für in der Regel binäre Information mit der Option, über sogenannte Adressen auf Teilinformationen zugreifen zu können. Man spricht in diesem Zusammenhang dann auch von Adreßspeichern.

Der Vorteil dieses Standardkonzepts ist, daß man bei Kenntnis der jeweiligen Adresse exakt auf eine abgespeicherte Information zugreifen kann.

Der entscheidende Nachteil dieses adreßorientierten Speicherkonzepts ist, daß ein minimaler Fehler in der Adresse i.allg. zu einer völlig falschen Information führt. Dies ist darauf zurückzuführen, daß es keine innere Kopplung in dem Sinne gibt, daß benachbarte Adressen auch ähnliche oder sogar gleiche Informationen beinhalten.

Genau an dieser Stelle setzt die Idee des inhaltsadressierten oder assoziativen Speichers an: Ähnliche Adressen sollen zu gleicher oder mindestens ähnlicher Information führen, mehr noch, die strenge Trennung zwischen Adresse und Information (Speicherinhalt) wird aufgehoben.

Konkrete Realisierungen derartiger Speicherkonzepte sind zum Beispiel der bidirektionale assoziative Speicher oder das Hopfield-Netz.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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