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Lexikon der Mathematik: Behnke, Heinrich Adolph Louis

deutscher Mathematiker, geb. 9.10.1898 Horn (bei Hamburg), gest. 10.10.1979 Münster.

Behnke studierte in Göttingen, Heidelberg und Hamburg. 1927 wurde er Professor an der Universität Münster. Angeregt durch seinen Lehrer Hecke befaßte er sich zunächst mit Themen der Zahlentheorie, wie diophantischen Approximationen und der Verteilung von Irrationalitäten modulo 1. Sein Hauptarbeitsgebiet wurde jedoch die Funktionentheorie mehrerer komplexer Veränderlicher. So lieferte er u. a. wichtige Ergebnisse zu Holomorphiegebieten. 1934 verfaßte er gemeinsam mit Thullen die „Theorie der Funktionen mehrerer komplexer Veränderlicher“. Gemeinsam mit seinen Schülern Thullen und Stein verallgemeinerte er den Weierstraßschen Fixpunktsatz und lieferte Resultate zur Approximation holomorpher Funktionen mehrerer Variabler, zur Konstruktion nicht konstanter holomorpher Funktionen auf nicht kompakten Riemannschen Flächen und zu komplexen Räumen.

Behnke maß der Mathematiklehrerausbildung eine große Bedeutung bei. So war er 1954–1958 Präsident der Internationalen Mathematischen Unterrichtskommission.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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