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Lexikon der Mathematik: Bohl, Piers

lettischer Mathematiker, geb. 23.10. 1865 Walk in Lettland, gest. 25.12.1921 Riga.

Bohl studierte an der Universität von Dorpat Mathematik und Physik. Er graduierte 1887 mit einer Arbeit zur Theorie der Invarianten linearer Differentialgleichungen. 1893 untersuchte er unabhängig von Esclangen quasi-periodische Funktionen, die von H. Bohr zu fastperiodischen Funktionen verallgemeinert wurden.

Ab 1895 lehrte Bohl am Polytechnischen Institut in Riga, wo er nach seiner Promotion 1900 Professor wurde. In seiner Dissertation behandelte er topologische Methoden im Zusammenhang mit Differentialgleichungssystemen. Er setzte damit Arbeiten von Poincaré und Kneser fort. 1919 erhielt Bohl einen Lehrstuhl an der neugeschaffenen lettischen Universität in Riga.

Ein wichtiges Resultat Bohls war der Beweis des Brouwerschen Fixpunktsatzes für eine stetige Abbildung einer Sphäre auf sich selbst.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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