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Lexikon der Mathematik: Borchardt, Carl Wilhelm

deutscher Mathematiker, geb. 22.2.1817 Berlin, gest. 27.6.1880 Rüdersdorf bei Berlin.

Borchardt erhielt Privatunterricht bei Plücker und Steiner. Ab 1836 studierte er in Berlin bei Dirichlet. 1839 ging er nach Königsberg zu Bessel, Franz Neumann und Jacobi. Letzterer hat seine Doktorarbeit über nicht-lineare Differentialgleichungen betreut. 1846–47 traf Borchardt in Paris Chasles, Hermite und Liouville. Ab 1848 lehrte er in Berlin und wurde 1856 Crelles Nachfolger als Editor des Crelle-Journals.

Er forschte zum arithmetisch-geometrischen Mittel und setzte damit die Arbeiten von Gauß und Lagrange fort. Er verallgemeinerte Resultate von Kummer über die reellen Wurzeln charakteristischer Gleichungen. Weiterhin leistete er Beiträge zur Determinanten-, Eliminations- und Elastizitätstheorie. Er untersuchte elliptische Integrale erster Ordnung, Volumina von Tetraedern und Ellipsoiden und symmetrische Funktionen.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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