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Lexikon der Mathematik: Briggs, Henry

englischer Mathematiker und Mediziner, geb. Februar 1561 Warleywood (England), gest. 26.1.1630 Oxford.

Briggs erhielt seine Ausbildung in Cambridge. Ab 1592 las er dort Mathematik und Medizin. 1596 wurde er der erste Professor für Geometrie am Gresham-College in London. 1619 wurde er als Geometrieprofessor nach Oxford berufen.

Briggs veröffentlichte Arbeiten über Nautik, Astronomie und Mathematik. Nach einer Kritik der Neperschen Logarithmen entwickelte er den Logarithmus zur Basis 10 (dekadischer Logarithmus oder Briggsscher Logarithmus). Damit hat er maßgeblich zur Akzeptanz der Logarithmen durch die Wissenschaftler seiner Zeit beigetragen. Seine Logarithmentafeln von 1617 wurden bis ins 19. Jahrhundert verwendet.

Briggs „Arithmetica Logarithmica” von 1624 enthielt die Logarithmen von 30000 natürlichen Zahlen bis auf 14 Stellen genau. 1631 erschienen in den Niederlanden seine auf 15 Stellen genauen Sinustafeln und die auf 10 Stellen genauen Tangensund Sekanstafeln. Diese Tafeln erschienen 1633 auch in London mit dem Titel „Trigonometriae Britannicae”. Im Zusammenhang mit der Berechnung der Tafeln studierte er auch das Problem der Interpolation. Es gelang Briggs, n-te Differenzen auf (n-1)-te zurückzuführen, womit er die implizite Darstellung der Interpolationsformel von Newton und Gauß vorwegnahm.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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