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Lexikon der Mathematik: Burali-Forti, Cesare

italienischer Mathematiker, geb. 13.8.1861 Arezzo (Italien), gest. 21.1.1931 Turin.

Burali-Forti schloß sein Studium an der Universität von Pisa 1884 mit einer Promotion in Mathematik ab. 1887 wurde er an die Turiner MilitärAkademie berufen. Dort las er analytische projektive Geometrie. Die von Burali-Forti bevorzugten Vektormethoden wurden zu seiner Zeit weitgehend abgelehnt, so daß er vermutlich deshalb nie eine Professur an einer Universtät erhielt. Aber 1893–94 hielt er an der Turiner Universität eine Reihe informaler Vorlesungen zur mathematischen Logik, die auch in Buchform erschienen. 1894–1896 war Burali-Forti Peanos Assistent an der Universität Turin. Auf dem ersten Internationalen Mathematikerkongreß 1897 in Zürich trug Burali-Forti eine Arbeit über die Postulate der euklidischen und der Lobatschewskischen Geometrie vor. Bekannt wurde Burali-Forti als der erste Entdecker eines Mengenparadoxons (Burali-Forti, Antinomie von), im wesentlichen ein Menge-aller-Mengen-Paradoxon. Neben Mengenlehre und Vektoranalysis interessierten Burali-Forti auch lineare Transformationen und ihre Anwendung auf die Differentialgeometrie.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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