Direkt zum Inhalt

Lexikon der Mathematik: Codierung

in der Codierungstheorie die eineindeutige Abbildung, die einer endlichen Menge von Nachrichten eine Menge von Codewörtern zuordnet.

Die wichtigsten Beispiele für schnelle und sichere Codierungen sind die gut untersuchten Blockcodes, bei denen alle Codewörter die gleiche Länge haben, (kombinatorischer Code, linearer Code, zyklischer Code), die Codierungen mit variablen Längen (Präfixcode, Huffman-Code) sowie die auf Schieberegistern basierenden Faltungscodes.

Eine Codierung von Nachrichten ist zu unterscheiden von einer Verschlüsselung (Kryptologie). Erstere wird bei der Übertragung von Nachrichten in einem Kanal zum Schutz vor zufälligen Störungen eingesetzt, während die andere zum Schutz vor unberufenem Mitlesen oder bewußtem Verfälschen verwendet wird. Kennzeichen einer Codierung ist die offene Zuordnung von Nachrichten und Codewörtern, bei einer Chiffrierung ist diese Zuordnung von Nachrichten und Chiffrat durch einem zusätzlichen geheimen Schlüssel verborgen.

Zum Thema Codierung vergleiche man auch Codierungstheorie, Informationstheorie und Skalentypen.

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

Partnervideos