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Lexikon der Mathematik: de Rham, Georges-William

französischer Mathematiker, geb. 10.9.1903 Rouche (Frankreich), gest. 9.10.1990 Lausanne.

Nach Studien in Paris und Göttingen promovierte de Rham 1931 mit der Arbeit „Sur l’analysis situs des variétés à n dimensions“. 1932 wurde er Privatdozent an der Universität in Lausanne und 1936 außerordentlicher Professor in Genf. Ab 1943 war er ordentlicher Professor in Lausanne und ab 1953 auch in Genf. Von 1963 bis 1966 war er Präsident der Internationalen Mathematischen Union.

Schon in seiner Promotion befaßte sich de Rham mit Topologie und deren Beziehung zur Differentialgeometrie. Sein berühmtes Theorem (Satz von de Rham, de Rhamsche Gruppe) knüpft eine Verbindung zwischen der topologischen und der differenzierbaren Struktur einer Mannigfaltigkeit. Dabei griff er auf Ideen von Poincaré zurück.

De Rhams Theorem war der Ausgangspunkt für die Hodge-Theorie. Das Studium von Differentialformen auf Mannigfaltigkeiten führte ihn zum Begriff der Ströme als einer Verallgemeinerung von Distributionen.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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