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Lexikon der Mathematik: Faulhaber, Johannes

deutscher Mathematiker, Ingenieur und Festungsbaumeister, geb. 5.5.1580 Ulm, gest. 1635 Ulm.

Faulhaber erlernte zunächst das Weberhandwerk, erhielt aber auch Unterricht bei einem Rechenmeister. Mit 20 Jahren wurde er als Rechenmeister, Eichmesser, Feldvermesser und Lehrer der Stadt Ulm angestellt. Er unterrichtete aber auch in Basel, Frankfurt am Main, Schaffhausen und Fürstenberg. Neben diesen Tätigkeiten war vor allem sein Talent beim Festungsbau gefragt. Er verbesserte auch mathematische Instrumente und Feldmeßgeräte.

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Seine mathematischen Leistungen liegen in der Bestimmung der Summenformeln der Potenzen der natürlichen Zahlen, \begin{eqnarray}S(n,p):=\displaystyle \sum _{i=1}^{n}{i}^{p},\end{eqnarray}

bis p = 13. Er gab für diese Summenformeln Polynome an, konnte aber nicht beweisen, daß für alle Potenzen p ein solches Polynom existiert.

Faulhaber trug zur Verbreitung der Logarithmen bei und arbeitete mit Kepler, van Ceulen und Descartes zusammen.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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