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Lexikon der Mathematik: Frege, Friedrich Ludwig Gottlob

deutscher Logiker und Mathematiker, geb. 8.11.1848 Wismar, gest. 26.7.1925 Bad Kleinen.

Nach dem Studium der Mathematik, Physik, Chemie und Philosophie in Jena und Göttingen promovierte Frege 1873 in Göttingen und habilitierte sich 1874 in Jena. Dort arbeitete er bis zu seiner Emeritierung 1918.

Mit seiner Vorstellung von Begriff (einstelliges Prädikat) und Beziehung (n-stelliges Prädikat) begründete Frege den Prädikatenkalkül und führte die Logik in eine neue Entwicklungsphase.

Mit seinen Hauptwerken „Begriffsschrift, eine der arithmetischen nachgebildete Formelsprache des reinen Denkens“ (1879), „Die Grundlagen der Arithmetik. Eine logisch mathematische Untersuchung über den Begriff der Zahl“ (1884) und „Grundgesetze der Arithmetik“ (1893, 1903) gab er ein endliches logisches Axiomensystem an, das die arithmetischen Theoreme begründen sollte.

Zwar konnte Frege 1902 aus seinem Axiomensystem auch die Russelsche Antinomie ableiten und sah dadurch sein Programm zur logischen Begründung der Mathematik als gescheitert an, trotzdem lösten seine Arbeiten tiefgreifende Untersuchungen über die Grundlagen der Mathematik aus.

Sein Wirken geht mit Arbeiten wie „Sinn und Bedeutung“ (1892) und „Begriff und Gegenstand“ (1892) über die Mathematik hinaus in die Philosophie hinein.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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