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Lexikon der Mathematik: Häufigkeitsanalyse

Verfahren der Kryptoanalyse, bei dem die Einzelzeichen, Paare oder Tripel im Chiffrat nach ihrer Häufigkeit angeordnet werden.

Da diese so entstehenden „Häufigkeitsgebirge” charakteristisch für natürliche Sprachen sind, lassen sich auf diese Art verschlüsselte Klartexte leicht entschlüsseln. Selbst periodische Verschlüsselungen mit kurzen Perioden sind durch Gruppierung in Kolonnen durch Häufigkeitsanalyse schnell zu brechen.

Die häufig vorkommenden Buchstaben in deutschen Texten sind E (etwa 17%), N (knapp 10%), I und R (etwa 7-8%) sowie S, T und A (zwischen 6 und 7%).

In englischen Texten ist ebenfalls E der häufigste Buchstabe (allerdings nur knapp 13%), gefolgt von T (etwa 9%), A, O (etwa 7-8%) und N und I (etwa 7%). Die relativen Häufigkeiten schwanken dabei in Abhängigkeit von den verwendeten Daten und der Anzahl der untersuchten Zeichen.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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