Direkt zum Inhalt

Lexikon der Mathematik: Halluzination

spurious state, unerwünschter Zustand, im Kontext Neuronale Netze die Bezeichnung für einen im Ausführ-Modus erhaltenen < ?PageNum _360Ausgabewert, der keinem der im Lern-Modus übergebenen Trainingswerten entspricht.

Der Terminus wird vor allem im Zusammenhang mit bidirektionalen assoziativen Speichern und Hopfield-Netzen benutzt. In diesen Fällen liefert das Netz im Ausführ-Modus stets einen Ausgabewert, der mit einem lokalen Minimum eines gewissen Netz-spezifischen Energiefunktionals identifiziert werden kann. Hier ist also eine Halluzination genau ein lokales Minimum des Energiefunktionals, das keinem Trainingswert entspricht, und bei der Konzeption derartiger Netze ist es natürlich ein wesentlicher Aspekt, diese unerwünschten Zustände in ihrer Anzahl so klein wie eben möglich zu halten.

Lesermeinung

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

Partnerinhalte