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Lexikon der Mathematik: Hooke, Robert

englischer Physiker und Naturforscher, geb. 18.7.1635 Freshwater (Isle of Wight, England), gest. 3.3.1702 London.

1653 ging Hooke an das Christ College in Oxford, wo er u. a. Boyle kennenlernte. Ab 1664 war er Professor für Geometrie am Gresham College in London und ab 1678 Sekretär und Curator of Experiments der Royal Society.

Für Boyle konstruierte er 1655 eine Luftpumpe. Dabei entdeckte er 1660 das Hookesche Gesetz der Elastizität. Daneben entwickelte er ein Mikroskop, mit dem er 1667 Pflanzenzellen (Korkzellen) beobachtete und dabei den Begriff „Cellula“ (Zelle) einführte.

Hooke beobachtete die Rotation des Jupiters und zeichnete den Mars. Er postulierte, daß man mit einem Pendel die Graviation bestimmen könne. 1672 versuchte Hooke zu beweisen, daß sich die Erde auf einer Ellipse um die Sonne bewegt. Mit Newton lag er im Streit um die Priorität für das Gravitationsgesetz, wobei Hooke aber wahrscheinlich keinen Beweis für das Gesetz hatte. Newton strich als Konsequenz aus dem Streit alle Referenzen auf Hooke aus seinem Buch „Principia“.

Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit war Hooke ein ausgezeichneter Architekt und Chefassistent von Wren beim Wiederaufbau Londons nach dem Brand 1666.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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