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Lexikon der Mathematik: Kantorowitsch, Leonid Witaljewitsch

russischer Mathematiker und Ökonom, geb. 19.1.1912 St. Petersburg, gest. 7.4.1986 Moskau.

Kantorowitsch studierte an der Leningrader Universität. 1930 promovierte er dort auf mathematischem Gebiet. 1934 bis 1960 war er Professor in Leningrad, 1961 bis 1971 hatte er den Lehrstuhl für Mathematik und Ökonomie der Sibirischen Abteilung der Akademie der Wissenschaften der UdSSR inne. 1971 bis 1976 arbeitete er am Institut für Systemforschung beim Staatlichen Komitee für Wissenschaft und Technik der UdSSR.

Kantorowitsch erwarb sich große Verdienste bei der Anwendung mathematischer Methoden auf ökonomische Fragestellungen. So war er einer der ersten, die die Methode der linearen Optimierung auf derartige Probleme anwandten. Mit seinen Arbeiten hat er die lineare Optimierung, die numerische Mathematik und die Entwicklung der Rechentechnik wesentlich beeinflußt. 1975 erhielt er den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.

Bekannt sind auch seine Arbeiten aus den 30er Jahren zur Funktionalanalysis und zur Theorie halbgeordneter Räume.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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