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Lexikon der Mathematik: Kramers, Henrik Anthony

niederländischer Physiker, geb. 17.12.1894 Rotterdam, gest. 24.4.1952 Leiden.

Kramers studierte ab 1912 bei Ehrenfest in Leiden theoretische Physik. Er promovierte 1916 und war 1917–1926 Mitarbeiter von N. Bohr in Kopen-hagen. Von 1926 bis 1932 arbeitete er an der RijksUniversität Utrecht, 1931 bis 1934 an der TH Delft und ab 1934 als Nachfolger Ehrenfests in Leiden.

Kramers galt als führender Repräsentant der theoretischen Physik und hat ihre Entwicklung nachhaltig beeinflußt. Er widmete sich einer mathematischen Formalisierung der Quantenmechanik, entwickelte eine Methode zur approximativen Lösung der Schrödinger-Gleichung, untersuchte die Streuung des Lichtes an Atomen (Kramers-Kroning-Dispersionsrelation), behandelte Fragen des Magnetismus, der kinetischen Gastheorie, der Brownschen Bewegung und der Berechnung der Energiespektren. Auf mathematischem Gebiet untersuchte er Legendre-Polynome und Lamé-Funktionen.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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