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Lexikon der Mathematik: Leray, Jean

französischer Mathematiker, geb. 7.11.1906 Nantes, gest. 10.11.1998 Paris.

Nach dem Studium an der École Normale Superieure 1926–1930 habilitierte sich Leray 1933 und ging an das nationale Zentrum für wissenschaftliche Forschungen. Von 1936 bis 1942 arbeitete er an der Universität Paris und ab 1947 am Collège de France.

Leray arbeitete auf vielen Gebieten der Mathematik. In der komplexen Analysis fand er 1956 die Leray-Formeln zur Lösung der inhomogenen Cauchy-Riemannschen Differentialgleichung. Besonders fruchtbar erwiesen sich Lerays Beiträge zur algebraischen Topologie, Differentialgeometrie und zur Theorie der komplexen Mannigfaltigkeiten. Durch die Einführung der Garbentheorie konnte er kompakte Riemannsche Mannigfaltigkeiten studieren.

Einen weiteren Schwerpunkt von Lerays Arbeiten bildeten Fixpunktsätze. Er formulierte und bewies den Leray-Schauderschen Fixpunktsatz und begründete damit zusammen mit Schauder die Theorie des Abbildungsgrades (Leray-Schauderscher Abbildungsgrad).

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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