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Lexikon der Mathematik: Lindelöf, Ernst Leonhard

finnischer Mathematiker, geb. 7.3.1870 Helsinki, gest. 4.6.1946 Helsinki.

Lindelöf studierte zunächst in Helsinki, wo er 1893 promovierte, ging dann aber 1891 nach Stockholm, 1893/94 und 1898/99 nach Paris und 1901 nach Göttingen. 1903 wurde er Professor für Mathematik in Helsinki.

Lindelöf baute die finnische Schule der Analysis und Funktionentheorie auf. Aus Vorarbeiten von Lipschitz 1880 und É. Picard 1890 entwickelte er seinen Beweis für die Existenz von Lösungen gewöhnlicher Differentialgleichungen (Existenz- und Eindeutigkeitssatz von Picard-Lindelöf).

Daneben beschäftigte sich Lindelöf mit Überdeckungen von Punktmengen und in der Funktionentheorie mit Residuen und dem asymptotischen Verhalten von Taylor-Reihen, insbesondere in der Umgebung einer Singularität. Er schrieb viele Lehrbücher, unter anderem 1905 „Le calcul des résidus et ses applications à la théorie des fonctions“.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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