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Lexikon der Mathematik: Ostrogradski, Michail Wassiljewitsch

ukrainischer Mathematiker, geb. 24.9.1801 Paschennaja (Ukraine), gest. 1.1.1862 Poltawa (Ukraine).

1816 nahm Ostrogradski das Studium der Mathematik und Physik in Charkow auf, das er aber nach Repressalien 1820 ohne Abschluß abbrach. 1822 ging er nach Paris, wo er Vorlesungen von Laplace, Fourier, Legendre, Poisson, Binet und Cauchy hörte. 1828 kam er zurück nach St. Petersburg und lehrte an verschiedenen Hochschulen.

Ostrogradski schieb zu Problemen der Integralrechnung, partieller Differentialgleichungen und der Algebra. Seine Arbeiten führten Abels Untersuchungen zu algebraischen Funktionen und ihren Integralen fort. Er veröffentlichte Artikel über Hydrodynamik, Elastizitätstheorie und Elektrizität. Ostrogradski entwickelte in seiner Zeit in St. Petersburg auch eine rege wissenschaftsorganisatorische Tätigkeit. So half er unter anderem bei der Einführung des gregorianischen Kalenders.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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