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Lexikon der Mathematik: Wu, Chien Shiung

Experimentalphysikerin, geb. 31.5.1912 Liuho (Provinz Jiangsu), China, gest. 1997 New York.

Wu immigriert nach ihrem Physik-Studium 1936 von Shanghai aus in die Vereinigten Staaten, wo sie 1940 an der University of California in Berkeley promovierte. Von 1943 bis 1981 forschte und lehrte sie an der Columbia University in New York. Dort führte sie 1957 auch ein berühmt gewordenes Experiment durch, das die Paritätserhaltung widerlegte.

Dieses nach ihr benannte Wu-Experiment weist die Paritätsverletzung bei schwachen nuklearen Wechselwirkungen nach und lieferte das empirische Basismaterial, das 1957 den Theoretischen Physikern Yang Chen-Ning und Tsung-Dao Lee den Nobelpreis einbrachte.

Ab 1958 war Wu Chien Shiung Mitglied der National Academy of Sciences, 1975 war sie Präsidentin der American Physical Society.

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  • Die Autoren
- Prof. Dr. Guido Walz

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