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Lexikon der Optik: Akkommodationsstimulus

Akkommodationsstimulus, auslösender Reiz des Akkommodationsreflexes. Die Akkommodation ist die Antwort auf ein unscharfes Netzhautbild. Neben der Größe der Defokussierung hängt die Akkommodation von der Dauer der Darbietung des Objektes, seinem Kontrast, seiner Größe sowie von seinen Details ab.

Ein Stimulus muß mindestens eine Sekunde lang dargeboten werden, damit eine vollständige Akkommodationsantwort möglich ist. Auch bei statisch dargebotenen Stimuli unterliegt die Akkommodation Schwankungen. Der Brechwert des Auges fluktuiert mit einer Amplitude von 0,25 dpt und einer Frequenz von 5 Hz um einen mittleren Wert.

Grobe Objektstrukturen stellen einen geringeren A. dar als feine, da ihr Netzhautbild größere Zerstreuungskreise verträgt. Wegen der hierdurch bedingten größeren Abbildungstiefe des Auges besteht ein geringerer Anreiz zur Auslösung des Akkommodationsreflexes. Ein Gitter mit einer Ortsfrequenz von 10 Perioden pro Grad ist bei einer Defokussierung von 0,5 dpt noch auflösbar. Bei einer Ortsfrequenz von 3 Perioden pro Grad wird eine Defokussierung von 1 dpt toleriert.

Die niedrigen Ortsfrequenzen eines Objektes legen die Richtung fest, in der die Akkommodation zu erfolgen hat. Mit fortschreitender Akkommodation werden höhere Ortsfrequenzen wahrnehmbar, die für eine Feineinstellung der Akkommodation sorgen.

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