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Lexikon der Optik: Filter

Filter, Lichtfilter, optisches Element, das zur Aussonderung von Strahlung in einem bestimmten Spektralbereich oder zur wellenlängenunabhängigen Schwächung der Intensität der Strahlung (Neutralfilter) oder der Herstellung von polarisiertem Licht aus unpolarisiertem dient. Als einfachste F. sind Farbgläser oder Filtergläser bekannt, die aufgrund ihrer Absorption einen Teil der Strahlung in Transmission wegfiltern, sowie Polarisationsfilter. Organische und auch anorganische Schwermetallsubstanzen finden in gelöstem Zustande als Flüssigkeitsfilter Anwendung; bettet man die Stoffe in Gelatine ein, so spricht man von Gelatinefiltern. Diese werden als Dunkelkammerfilter oder zur Steuerung der Farbkopierung als Korrektorfilter (Kopierfilter) eingesetzt. Zur Angabe der Farbstoffkonzentration in der Schicht benutzt man die Hübl-Zahl. F. können auch durch Interferenzvielfachschichten als Schmal- und Breitbandfilter realisiert werden (optische Schichten). Für den infraroten Spektralbereich werden IR-Filter und Wärmeschutzfilter verwendet. Zur Ausblendung von Spektrallinien von Quecksilberlampen werden Monochromatfilter und Chlorfilter eingesetzt. Einen sehr engen Durchlaßbereich haben Dispersionsfilter und Polarisationsinterferenzfilter. Zur Grauwertsteuerung werden Graufilter oder Graukeile eingesetzt. Die spektrale Anpassung eines Empfängers an die Augenempfindlichkeit wird mit Angleichfiltern vorgenommen. Zur Anpassung einer Lichtquelle an eine bestimmte Farbtemperatur dienen Konversionsfilter. F. werden in der Bildmessung zur Bildtrennung beim Anaglyphenverfahren oder in Form von Polarisationsfiltern zur Erzeugung stereoskopischer Bilder verwendet. F. als Schutzgläser für Schweißer oder für Ofenschaufenster, gegen Laserstrahlung, zur Beobachtung der Sonne (Sonnenglas) schützen das Auge vor schädlicher ultravioletter und infraroter Strahlung.

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