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Lexikon der Optik: Gitterspektrograph

Gitterspektrograph, ein Spektralapparat, bei dem die Zerlegung des Lichtes durch ein Beugungsgitter erfolgt und das Spektrum mittels einer photographischen Platte aufgenommen werden kann. Plangitterspektrographen benötigen wie fast alle Prismenspektrographen ein besonderes Abbildungssystem (Abb.), während die Konkavgitterspektrographen – abgesehen von solchen Geräten, die die Wadsworthsche Gitteraufstellung benutzen – ohne ein besonderes Abbildungssystem auskommen, da ein korrigiertes Konkavgitter auch ohne ein solches scharfe Spektren zu liefern vermag. Während man bis zu einer Wellenlänge von 115 nm auch Prismenspektrographen verwenden kann, kommen für kleinere Wellenlängen ausschließlich G. in Frage. Bis etwa 50 nm kann man mit senkrechtem Einfall arbeiten, während man darunter nur noch die Methode des streifenden Einfalls anwenden kann, denn die Reflexion bei senkrechtem und schrägem Einfall wird dann zu gering. Da der Brechungsindex kleiner als Eins ist, tritt für streifend auftreffende Strahlung Totalreflexion ein.

G. besitzen gegenüber den Prismenspektrographen im allgemeinen ein bedeutend größeres Auflösungsvermögen und im langwelligen Bereich des Spektrums eine größere Dispersion. Ein Nachteil der G. ist die Überlagerung verschiedener Gitterordnungen, dem jedoch durch Ordnungsselektierung oder Ordnungstrennung begegnet werden kann. Eine Ordnungsselektierung erhält man durch eine entsprechende Auswahl von optischen Filtern. Eine Ordnungstrennung ist durch einen Vorzerleger mit gekreuzten Spektren möglich.



Gitterspektrograph: Strahlengang in einem Plangitterspektrographen. 1 Hohlspiegel, 2 Gitter, 3 Plattenebene, 4 Umlenkspiegel, 5 Spalt.

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