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Lexikon der Optik: ICP

ICP, 1) Abk. für engl. International Candle Power, photometrische Größen und Einheiten. 2) Abk. für engl. inductively coupled plasma ("induktiv gekoppeltes Plasma"), eine in einem von einem Gas durchströmten Quarzrohrsystem brennende sehr heiße elektrische Flamme, auf die mit Hilfe einer aus wenigen Windungen bestehenden Induktionsspule eine hohe Hochfrequenzleistung übertragen wird und deren Form so gestaltet ist, daß sie bei zentrischem Einsprühen von Aerosolen stabil weiterbrennt. Das Quarzrohrsystem besteht aus drei zentrisch angeordneten Rohren (Abb.): das Rohr in der Mitte dient der Zuführung des Aerosols durch einen Trägergasstrom, im darauffolgenden wird das eigentliche Plasmagas zugeführt. Der Gasstrom zwischen der äußeren Wandung des zweiten und der Innenwandung des dritten Rohres dient der Kühlung. Als Gas wird gewöhnlich Argon, selten Stickstoff oder eine Kombination von beiden verwendet. Durch das mit einer Frequenz im Bereich zwischen 1 und 100 MHz wechselnde Magnetfeld der Induktionsspule wird auf die freien Elektronen die zur Ionisation des Entladungsgases notwendige Energie übertragen, so daß hierdurch eine selbständig brennende elektrodenlose Entladung bei Atmosphärendruck und bei Temperaturen von etwa 10000 K unterhalten wird. Gekoppelt mit einem Zerstäubersystem stellt das ICP eine hochempfindliche Lichtquelle für die Emissionsspektralanalyse flüssiger Proben dar.



ICP: ICP-Strahlungsquelle.

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