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Lexikon der Optik: Kondensor

Kondensor, sammelndes, meist unmittelbar vor der Objektebene angeordnetes und damit einer Feldlinse entsprechendes optisches System zur Ausleuchtung des Bildfeldes bei der optischen Abbildung. Im allgemeinen bildet ein K. die Lichtquelle vergrößert mit dem Kohärenzparameter S=1 in die Eintrittspupille (Blende) des Objektivs ab. Nur bei der Abbildung von Mikrostrukturen ist es vorteilhaft, die Pupille nur partiell mit S<1 auszuleuchten (partiell kohärente Abbildung).

Beim Linsenkondensor wird die für einen hohen lichttechnischen Wirkungsgrad notwendige hohe lampenseitige Apertur ohne störende sphärische Aberration nur durch Aufspalten in zwei bis drei Sammellinsen, die unter Umständen auch asphärisch sein können, erreicht (Abb.). Im Interesse einer geringen Justierempfindlichkeit können K. auch für die aplanatische Abbildung korrigiert sein. Bei der Konstruktion von Linsenkondensoren ist die Wärmebelastung durch die Lichtquelle zu berücksichtigen. Sie kann durch Verwendung von Wärmeschutzfiltern vermindert werden. Ein Spezialfall des Linsenkondensors ist der Wabenkondensor.

Beim axialsymmetrischen Spiegelkondensor, der den größten lichttechnischen Wirkungsgrad besitzt, kann wegen der abschattenden Wirkung der Lichtquellenhalterung, die nur im Lichtquellenbild nicht wirksam ist, nur die kritische Beleuchtung (Mikroskopbeleuchtung) angewendet werden, bei der die Lichtquelle in die Objektebene abgebildet wird. Als Kondensorspiegel werden zur Verminderung der Wärmebelastung des Objektes meist Kaltlichtspiegel verwendet. Vielfach werden Kombinationen von Linsensystemen mit einem die rückwärtige Strahlung der Lampe in die Objektebene reflektierenden Spiegel als K. benutzt.

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