Direkt zum Inhalt

Lexikon der Optik: Libelle

Libelle, Hilfsmittel zum Horizontal- oder Vertikalstellen von Bezugsgeraden oder -ebenen. Die L. besteht aus einem hohlen, geschlossenen Glaskörper, dessen obere Deckfläche innen gleichmäßig mit einem bestimmten Radius gewölbt ist. Der Glaskörper ist so weit mit Alkohol oder Ether gefüllt, daß er noch einen gasförmigen Rest, die Libellenblase, enthält. Je nach der Form des Glaskörpers und seiner Wölbung wird zwischen einer Dosenlibelle mit einem Kreis als Meßmarke und einer Röhrenlibelle mit einer Meßteilung unterschieden. Der Teilungsabstand beträgt 2 mm. Als Teilwert, Angabe, Parswert oder Empfindlichkeit der L. wird derjenige (mit dem Radius der Wölbung in Beziehung stehende) Winkelbetrag bezeichnet, um den die L. geneigt werden muß, damit die Libellenblase um einen Teilstrich auswandert. Dosenlibellen haben einen Teilwert von 2' bis 20', Röhrenlibellen einen von 1″ bis 60″. Steht die Blase mittig im Kreise der Dosenlibelle, ist die Ebene horizontiert. Steht die Blase in der Mitte der Teilung der Röhrenlibelle, liegt die Bezugsgerade horizontal. Der Abstand des Blasenmittelpunktes von dem Mittelpunkt der Teilung wird als Ausschlag der L. bezeichnet und in Teilstrichen angegeben.

Die elektronische L. ist ein Neigungsmesser hoher Empfindlichkeit, der eine durch Neigung bewirkte Ablenkung eines Pendelkörpers oder eines Flüssigkeitsniveaus mit Hilfe von optoelektronischen Sensoren in elektrische Größen umwandelt und anzeigt.

Schreiben Sie uns!

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Die Autoren
Roland Barth, Jena
Dr. Artur Bärwolff, Berlin
Dr. Lothar Bauch, Frankfurt / Oder
Hans G. Beck, Jena
Joachim Bergner, Jena
Dr. Andreas Berke, Köln
Dr. Hermann Besen, Jena
Prof. Dr. Jürgen Beuthan, Berlin
Dr. Andreas Bode, Planegg
Prof. Dr. Joachim Bohm, Berlin
Prof. Dr. Witlof Brunner, Zeuthen
Dr. Eberhard Dietzsch, Jena
Kurt Enz, Berlin
Prof. Joachim Epperlein, Wilkau-Haßlau
Prof. Dr. Heinz Falk, Kleve
Dr. Wieland Feist, Jena
Dr. Peter Fichtner, Jena
Dr. Ficker, Karlsfeld
Dr. Peter Glas, Berlin
Dr. Hartmut Gunkel, Berlin
Dr. Reiner Güther, Berlin
Dr. Volker Guyenot, Jena
Dr. Hacker, Jena
Dipl.-Phys. Jürgen Heise, Jena
Dr. Erwin Hoffmann, Berlin (Adlershof)
Dr. Kuno Hoffmann, Berlin
Prof. Dr. Christian Hofmann, Jena
Wolfgang Högner, Tautenburg
Dipl.-Ing. Richard Hummel, Radebeul
Dr. Hans-Jürgen Jüpner, Berlin
Prof. Dr. W. Karthe, Jena
Dr. Siegfried Kessler, Jena
Dr. Horst König, Berlin
Prof. Dr. Sigurd Kusch, Berlin
Dr. Heiner Lammert, Mahlau
Dr. Albrecht Lau, Berlin
Dr. Kurt Lenz, Berlin
Dr. Christoph Ludwig, Hermsdorf (Thüringen)
Rolf Märtin, Jena
Ulrich Maxam, Rostock
Olaf Minet, Berlin
Dr. Robert Müller, Berlin
Prof. Dr. Gerhard Müller, Berlin
Günter Osten, Jena
Prof. Dr. Harry Paul, Zeuthen
Prof. Dr. Wolfgang Radloff, Berlin
Prof Dr. Karl Regensburger, Dresden
Dr. Werner Reichel, Jena
Rolf Riekher, Berlin
Dr. Horst Riesenberg, Jena
Dr. Rolf Röseler, Berlin
Günther Schmuhl, Rathenow
Dr. Günter Schulz, Berlin
Prof. Dr. Johannes Schwider, Erlangen
Dr. Reiner Spolaczyk, Hamburg
Prof. Dr. Peter Süptitz, Berlin
Dr. Johannes Tilch, Berlin (Adlershof)
Dr. Joachim Tilgner, Berlin
Dr. Joachim Träger, Berlin (Waldesruh)
Dr. Bernd Weidner, Berlin
Ernst Werner, Jena
Prof. Dr. Ludwig Wieczorek, Berlin
Wolfgang Wilhelmi, Berlin
Olaf Ziemann, Berlin


Partnerinhalte