Direkt zum Inhalt

Lexikon der Optik: lichtelektrische Antastung

lichtelektrische Antastung, die berührungslose Bestimmung der Lage einer Oberfläche mit optoelektrischen Mitteln. Eine beleuchtete Blende wird mit einem Kollimator nach ∞ abgebildet und hierauf mit einem Objektiv in die Nähe der anzutastenden Oberfläche fokussiert (Abb.). Zwischen Blende und Kollimator befindet sich eine Teilerfläche. Das von der Oberfläche reflektierte Licht wird über Objektiv, Kollimator und Teilerfläche zurück auf eine zweite, der ersten gleiche Blende abgebildet, hinter der sich ein Photoempfänger befindet, der den Lichtstrom durch die zweite Blende mißt. Befindet sich die anzutastende Oberfläche in der Brennebene des Objektivs, so zeigt der Lichtstrom am Photoempfänger ein Maximum.

Zur Verbesserung der Empfindlichkeit kann das Verfahren von einer Intensitätsmessung in eine Frequenzmessung übergeführt werden. Dazu wird das Objektiv oder der Kollimator in Schwingungen in Richtung der optischen Achse mit der Frequenz ν versetzt. Befindet sich nun die anzutastende Oberfläche in der Objektivbrennebene, so registriert der Empfänger eine Modulation des Lichtstroms mit der Frequenz 2ν. Liegt die Oberfläche aber etwas davor oder dahinter, ist der Lichtstrom am Empfänger zusätzlich mit der Frequenz ν moduliert. Aus dem Verhältnis der mit ν und 2ν modulierten Anteile des Photostroms kann man direkt auf die Lage der Oberfläche zur Brennebene des Objektivs schließen.

Bei einem anderen Aufbau wird der Strahlengang vor der zweiten Blende nochmals aufgespalten und auf zwei Blenden gerichtet, die sich in gleichen, kleinen Abständen jeweils vor und hinter der Brennebene des Kollimators befinden. Ausgewertet wird dann die Differenz der Lichtströme durch die beiden Blenden.



Lichtelektrische Antastung: Lichtelektrischer Feintaster. K Kollimator, O Objektiv, P Photoempfänger, T Teilerfläche.

Schreiben Sie uns!

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Die Autoren
Roland Barth, Jena
Dr. Artur Bärwolff, Berlin
Dr. Lothar Bauch, Frankfurt / Oder
Hans G. Beck, Jena
Joachim Bergner, Jena
Dr. Andreas Berke, Köln
Dr. Hermann Besen, Jena
Prof. Dr. Jürgen Beuthan, Berlin
Dr. Andreas Bode, Planegg
Prof. Dr. Joachim Bohm, Berlin
Prof. Dr. Witlof Brunner, Zeuthen
Dr. Eberhard Dietzsch, Jena
Kurt Enz, Berlin
Prof. Joachim Epperlein, Wilkau-Haßlau
Prof. Dr. Heinz Falk, Kleve
Dr. Wieland Feist, Jena
Dr. Peter Fichtner, Jena
Dr. Ficker, Karlsfeld
Dr. Peter Glas, Berlin
Dr. Hartmut Gunkel, Berlin
Dr. Reiner Güther, Berlin
Dr. Volker Guyenot, Jena
Dr. Hacker, Jena
Dipl.-Phys. Jürgen Heise, Jena
Dr. Erwin Hoffmann, Berlin (Adlershof)
Dr. Kuno Hoffmann, Berlin
Prof. Dr. Christian Hofmann, Jena
Wolfgang Högner, Tautenburg
Dipl.-Ing. Richard Hummel, Radebeul
Dr. Hans-Jürgen Jüpner, Berlin
Prof. Dr. W. Karthe, Jena
Dr. Siegfried Kessler, Jena
Dr. Horst König, Berlin
Prof. Dr. Sigurd Kusch, Berlin
Dr. Heiner Lammert, Mahlau
Dr. Albrecht Lau, Berlin
Dr. Kurt Lenz, Berlin
Dr. Christoph Ludwig, Hermsdorf (Thüringen)
Rolf Märtin, Jena
Ulrich Maxam, Rostock
Olaf Minet, Berlin
Dr. Robert Müller, Berlin
Prof. Dr. Gerhard Müller, Berlin
Günter Osten, Jena
Prof. Dr. Harry Paul, Zeuthen
Prof. Dr. Wolfgang Radloff, Berlin
Prof Dr. Karl Regensburger, Dresden
Dr. Werner Reichel, Jena
Rolf Riekher, Berlin
Dr. Horst Riesenberg, Jena
Dr. Rolf Röseler, Berlin
Günther Schmuhl, Rathenow
Dr. Günter Schulz, Berlin
Prof. Dr. Johannes Schwider, Erlangen
Dr. Reiner Spolaczyk, Hamburg
Prof. Dr. Peter Süptitz, Berlin
Dr. Johannes Tilch, Berlin (Adlershof)
Dr. Joachim Tilgner, Berlin
Dr. Joachim Träger, Berlin (Waldesruh)
Dr. Bernd Weidner, Berlin
Ernst Werner, Jena
Prof. Dr. Ludwig Wieczorek, Berlin
Wolfgang Wilhelmi, Berlin
Olaf Ziemann, Berlin


Partnerinhalte