Direkt zum Inhalt

Lexikon der Optik: militärische Anwendungen des Lasers

militärische Anwendungen des Lasers. In der Militärtechnik wird der Laser hauptsächlich zur Entfernungsmessung und zur Zielmarkierung benutzt.

Die Entfernungsmessung erfolgt nach dem Radar-Prinzip. Ein Laserimpuls von 10 bis 20 ns Dauer wird auf das Ziel "geschossen" und der rückgestreute Impuls photoelektrisch registriert. Aus der Laufzeit der Impulse ergibt sich dann der Abstand zum Ziel.

Die Hauptvorteile gegenüber dem Radar sind niedrige Kosten und geringes Gewicht (in den USA wurde ein Gerät in Taschenformat entwickelt, das einschließlich der Batterien nur 500 g wiegt) sowie die Möglichkeit, auch sehr tief fliegende Objekte zu orten. Der Nachteil liegt vor allem in der starken Schwächung der Laserstrahlung beim Durchgang durch die Atmosphäre. Als Strahlungsquellen finden meist gütegeschaltete Neodymglas- oder Neodym-YAG-Laser Verwendung.

Zur Zielmarkierung wird das Ziel mit einem Laser, meist einem Neodym-YAG-Laser, angestrahlt. Wegen der hohen spektralen Leistungsdichte des Laserlichtes erscheint das Ziel, durch ein schmalbandiges Frequenzfilter betrachtet, als ein heller Fleck. Eine mit einem entsprechenden Sensor ausgestattete Bombe oder Rakete empfängt so ein vom Ziel ausgehendes Signal, mit dessen Hilfe sie mit großer Genauigkeit automatisch auf das Ziel gelenkt werden kann.

Obwohl bereits sehr frühzeitig über die Möglichkeit spekuliert wurde, Laserstrahlen zur Zerstörung einzusetzen, reicht die Energie selbst der heute verfügbaren Hochleistungslaser bei weitem noch nicht aus, um mit einem Laserimpuls ein Flugobjekt (Flugzeug, Rakete, Satellit) stark genug zu beschädigen.

Schreiben Sie uns!

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Die Autoren
Roland Barth, Jena
Dr. Artur Bärwolff, Berlin
Dr. Lothar Bauch, Frankfurt / Oder
Hans G. Beck, Jena
Joachim Bergner, Jena
Dr. Andreas Berke, Köln
Dr. Hermann Besen, Jena
Prof. Dr. Jürgen Beuthan, Berlin
Dr. Andreas Bode, Planegg
Prof. Dr. Joachim Bohm, Berlin
Prof. Dr. Witlof Brunner, Zeuthen
Dr. Eberhard Dietzsch, Jena
Kurt Enz, Berlin
Prof. Joachim Epperlein, Wilkau-Haßlau
Prof. Dr. Heinz Falk, Kleve
Dr. Wieland Feist, Jena
Dr. Peter Fichtner, Jena
Dr. Ficker, Karlsfeld
Dr. Peter Glas, Berlin
Dr. Hartmut Gunkel, Berlin
Dr. Reiner Güther, Berlin
Dr. Volker Guyenot, Jena
Dr. Hacker, Jena
Dipl.-Phys. Jürgen Heise, Jena
Dr. Erwin Hoffmann, Berlin (Adlershof)
Dr. Kuno Hoffmann, Berlin
Prof. Dr. Christian Hofmann, Jena
Wolfgang Högner, Tautenburg
Dipl.-Ing. Richard Hummel, Radebeul
Dr. Hans-Jürgen Jüpner, Berlin
Prof. Dr. W. Karthe, Jena
Dr. Siegfried Kessler, Jena
Dr. Horst König, Berlin
Prof. Dr. Sigurd Kusch, Berlin
Dr. Heiner Lammert, Mahlau
Dr. Albrecht Lau, Berlin
Dr. Kurt Lenz, Berlin
Dr. Christoph Ludwig, Hermsdorf (Thüringen)
Rolf Märtin, Jena
Ulrich Maxam, Rostock
Olaf Minet, Berlin
Dr. Robert Müller, Berlin
Prof. Dr. Gerhard Müller, Berlin
Günter Osten, Jena
Prof. Dr. Harry Paul, Zeuthen
Prof. Dr. Wolfgang Radloff, Berlin
Prof Dr. Karl Regensburger, Dresden
Dr. Werner Reichel, Jena
Rolf Riekher, Berlin
Dr. Horst Riesenberg, Jena
Dr. Rolf Röseler, Berlin
Günther Schmuhl, Rathenow
Dr. Günter Schulz, Berlin
Prof. Dr. Johannes Schwider, Erlangen
Dr. Reiner Spolaczyk, Hamburg
Prof. Dr. Peter Süptitz, Berlin
Dr. Johannes Tilch, Berlin (Adlershof)
Dr. Joachim Tilgner, Berlin
Dr. Joachim Träger, Berlin (Waldesruh)
Dr. Bernd Weidner, Berlin
Ernst Werner, Jena
Prof. Dr. Ludwig Wieczorek, Berlin
Wolfgang Wilhelmi, Berlin
Olaf Ziemann, Berlin


Partnerinhalte