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Lexikon der Optik: Newtonsche Ringe

Newtonsche Ringe, eine Interferenzerscheinung, die zu beobachten ist, wenn eine plankonvexe Linse gegen eine ebene Glasplatte gedrückt wird (Newtonsches Glas). Es handelt sich dabei um Interferenzkurven gleicher Dicke, die an der zwischen der Linse und der Glasplatte befindlichen Luftschicht auftreten. Man sieht bei einfarbigem, von oben einfallendem Licht in der Mitte einen kreisrunden schwarzen Fleck, der dort erscheint, wo die Luftschichtdicke Null ist. Umgeben ist er von abwechselnd hellen und dunklen Ringen, deren Breite mit der Größe ihrer Durchmesser abnimmt. Die Ringe werden mit der Lupe betrachtet und ihr Durchmesser mit einem auf die plane Linsenfläche gelegten Maßstab gemessen. Der Abstand zweier dunkler Ringe entspricht einer Dicke der Luftschicht von einer halben Wellenlänge. Sind die Durchmesser am und an des m-ten bzw. n-ten Ringes und der Krümmungsradius r der Linse bekannt, so kann aus der Beziehung


die Wellenlänge λ des verwendeten Lichtes bestimmt werden. Umgekehrt kann auch bei bekanntem λ der Radius r der Linse ermittelt werden. Bei Verwendung weißen Lichtes entstehen eng aneinanderliegende und sich teilweise überlagernde Farbenringe der verschiedenen Ordnungen. Bei höheren Ordnungen verwischen sich die Farben immer mehr und ergeben in größerer Entfernung von der schwarzen Mitte Weiß. Im durchgehenden Licht erscheinen die Interferenzfarben komplementär zu den Ringen im reflektierten Licht.

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