Direkt zum Inhalt

Lexikon der Optik: optothermischer Empfänger

optothermischer Empfänger, ein Nachweisgerät für elektromagnetische Strahlung. Wie beim optoakustischen Empfänger wird hier die Strahlungsenergie in Wärmeenergie eines im Detektor befindlichen Gases umgewandelt. Während aber im ersteren die Erwärmung zur Erzeugung von Druckschwankungen dient, wird beim o. E. die Temperaturerhöhung des Gases direkt mit einem Thermosensor, z.B. einem Bolometer oder einem pyroelektrischen Empfänger, gemessen. Hier wird daher auch bei kleinen Gasdrücken ein Signal erhalten, da dann die angeregten Gasmoleküle ihre Energie direkt auf die Oberfläche des Sensors abgeben können. Die Modulationsfrequenz sollte so gewählt werden, daß keine Wärmewellen entstehen, die zusätzliche Abhängigkeiten von der verwendeten Gasart ergeben würden. Bei Verwendung eines absorbierenden Gases wird wie beim optoakustischen Empfänger die absorbierte Energie nur dann zu einer Temperaturerhöhung des Gases führen, wenn keine strahlenden Übergänge angeregt werden, so daß auch dieser Empfänger vorwiegend zur Messung von IR-Strahlung verwendet wird. Die Empfindlichkeit ist etwa um 1 bis 2 Größenordnungen geringer als beim optoakustischen Empfänger, dafür entfällt die Erschütterungsempfindlichkeit, die dieser Detektor zeigt. Der o. E. wird in der Regel nicht primär als Strahlungsempfänger eingesetzt, sondern dient in Verbindung mit den verwendeten Substanzen, insbesondere Gasen, zur Bestimmung der spektralen Eigenschaften dieser Substanzen bzw. zu deren empfindlichem spektroskopischen Nachweis.

Schreiben Sie uns!

Wenn Sie inhaltliche Anmerkungen zu diesem Artikel haben, können Sie die Redaktion per E-Mail informieren. Wir lesen Ihre Zuschrift, bitten jedoch um Verständnis, dass wir nicht jede beantworten können.

  • Die Autoren
Roland Barth, Jena
Dr. Artur Bärwolff, Berlin
Dr. Lothar Bauch, Frankfurt / Oder
Hans G. Beck, Jena
Joachim Bergner, Jena
Dr. Andreas Berke, Köln
Dr. Hermann Besen, Jena
Prof. Dr. Jürgen Beuthan, Berlin
Dr. Andreas Bode, Planegg
Prof. Dr. Joachim Bohm, Berlin
Prof. Dr. Witlof Brunner, Zeuthen
Dr. Eberhard Dietzsch, Jena
Kurt Enz, Berlin
Prof. Joachim Epperlein, Wilkau-Haßlau
Prof. Dr. Heinz Falk, Kleve
Dr. Wieland Feist, Jena
Dr. Peter Fichtner, Jena
Dr. Ficker, Karlsfeld
Dr. Peter Glas, Berlin
Dr. Hartmut Gunkel, Berlin
Dr. Reiner Güther, Berlin
Dr. Volker Guyenot, Jena
Dr. Hacker, Jena
Dipl.-Phys. Jürgen Heise, Jena
Dr. Erwin Hoffmann, Berlin (Adlershof)
Dr. Kuno Hoffmann, Berlin
Prof. Dr. Christian Hofmann, Jena
Wolfgang Högner, Tautenburg
Dipl.-Ing. Richard Hummel, Radebeul
Dr. Hans-Jürgen Jüpner, Berlin
Prof. Dr. W. Karthe, Jena
Dr. Siegfried Kessler, Jena
Dr. Horst König, Berlin
Prof. Dr. Sigurd Kusch, Berlin
Dr. Heiner Lammert, Mahlau
Dr. Albrecht Lau, Berlin
Dr. Kurt Lenz, Berlin
Dr. Christoph Ludwig, Hermsdorf (Thüringen)
Rolf Märtin, Jena
Ulrich Maxam, Rostock
Olaf Minet, Berlin
Dr. Robert Müller, Berlin
Prof. Dr. Gerhard Müller, Berlin
Günter Osten, Jena
Prof. Dr. Harry Paul, Zeuthen
Prof. Dr. Wolfgang Radloff, Berlin
Prof Dr. Karl Regensburger, Dresden
Dr. Werner Reichel, Jena
Rolf Riekher, Berlin
Dr. Horst Riesenberg, Jena
Dr. Rolf Röseler, Berlin
Günther Schmuhl, Rathenow
Dr. Günter Schulz, Berlin
Prof. Dr. Johannes Schwider, Erlangen
Dr. Reiner Spolaczyk, Hamburg
Prof. Dr. Peter Süptitz, Berlin
Dr. Johannes Tilch, Berlin (Adlershof)
Dr. Joachim Tilgner, Berlin
Dr. Joachim Träger, Berlin (Waldesruh)
Dr. Bernd Weidner, Berlin
Ernst Werner, Jena
Prof. Dr. Ludwig Wieczorek, Berlin
Wolfgang Wilhelmi, Berlin
Olaf Ziemann, Berlin


Partnerinhalte