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Lexikon der Optik: photographischer Lichthof

photographischer Lichthof, die Erscheinung, daß sich die entwickelte Schwärzung über den Bereich hinaus erstreckt, der direkt vom Licht getroffen wurde. Ein p. L. tritt besonders dann auf, wenn die belichteten Details sehr klein sind. Ursache ist einmal die Lichtstreuung an den Körnern der photographischen Schicht. Sie führt zum Diffusionslichthof. Zum anderen kann der Lichtanteil, der die Emulsionsschicht durchdringt, an der Unterseite des Schichtträgers reflektiert werden und dadurch die Emulsionsschicht ein zweites Mal durchlaufen; es entsteht der Reflexionslichthof (Abb.). Durch Auftragen einer angefärbten Schicht auf der Rückseite der Unterlage läßt sich der Reflexionslichthof weitgehend vermeiden. Die reflektierende Grenzfläche (= Unterlage gegen Luft) wird dabei durch die wegen des geringen Unterschiedes im Brechungsindex nichtreflektierende Grenzfläche (= Unterlage gegen Lichthofschutzschicht) ersetzt, und das hindurchtretende Licht wird in der angefärbten Schutzschicht absorbiert. Die Lichthofschutzschicht dient zugleich als NC-Schicht (Anticurl-Schicht). Im Unterschied zum Reflexionslichthof kann der Diffusionslichthof wegen der unterschiedlichen Brechungsindices von Gelatine (1,5) und Silberbromid (2,2) nicht vermieden werden. Er ist die wesentliche Ursache für einen Verlust an Schärfe bei der photographischen Wiedergabe kleinster Details.



Photographischer Lichthof: Entstehung von Diffusions- und Reflexionslichthof (schematisch).

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