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Lexikon der Optik: Sehzeichen

Sehzeichen, Optotypen, geometrische Figuren, Ziffern oder Buchstaben, die als optisches Wahrnehmungskriterium bei der Sehschärfebestimmung und der Sehhilfebestimmung verwendet werden. Das mit Hilfe geeigneter Sehproben dargebotene S. wird entweder hinsichtlich seines kritischen Details oder seiner Erkennbarkeit als Ganzes bewertet, aber auch Schärfe, Kontrast, Größe und Stellung im Raum können beurteilt werden.

1) Symbolfreie S. sind der Landolt-Ring als Normsehzeichen, der Snellen-Haken und der Pflüger-Haken, bei denen das Kriterium die Lückenbreite b ist, welche der Strichdicke a entspricht. Die Zeichenhöhe h ist 5×a bzw. 5×b.

2) S. mit Symbolcharakter sind Ziffern und Buchstaben, die nicht nur nach dem kritischen Lückenabstand, sondern unter Mitbeteiligung von Formensinn, Lesefähigkeit, Erinnerungsvermögen usw. gedeutet werden, also unter Mitbeteiligung kognitiver Funktionen. Ziffern und Buchstaben müssen an das Normsehzeichen angeschlossen sein (Sehschärfebestimmung).

Kinderbilder sind ebenfalls symbolhaltige Sehzeichen und werden im Vorschulalter angewendet.

3) S. für spezielle Funktionsprüfungen sind Strich-, Pfeil- oder Strahlenfiguren zur Prüfung des Astigmatismus, Figuren zur Prüfung des Formerkennungsvermögens, Figuren zur Prüfung der Noniussehschärfe, Kreuz-, Zeiger- und Hakenteste in Verbindung mit Verfahren der Bildtrennung zur Prüfung der Heterophorie, des weiteren Stereo-Figuren, die paarig mit Stereo-Parallaxe angelegt sind und in Verbindung mit Verfahren der Bildtrennung zur Prüfung von Heterophorien und des stereoskopischen Sehens angewendet werden.

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