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Lexikon der Optik: Strahlungsthermoelement

Strahlungsthermoelement, ein als Strahlungsempfänger benutztes Thermoelement, bestehend aus dünnen Schichten von Materialkombinationen mit möglichst großer Thermokraft. Die beiden Kontaktstellen sind nahe beeinander bei möglichst gleicher Raumtemperatur so angeordnet, daß eine Lötstelle der zu messenden Strahlung ausgesetzt ist, während die andere unbestrahlt bleibt. Die durch die Temperaturdifferenz erzeugte Thermospannung wird als Maß für die einfallende Strahlungsleistung zur Anzeige gebracht. Von der Dicke der im Thermoelement verwendeten Schichten hängt die Zeitkonstante des Empfängers ab. Man hat durch dünne aufgedampfte Schichten Thermoelemente mit Zeitkonstanten unter 10-6 s erhalten. Die Empfängerschicht wird meist geschwärzt, um ein möglichst hohes und wellenlängenunabhängiges Absorptionsvermögen zu erzielen. Bringt man das gesamte System in einen evakuierten Glaskolben mit einem Eintrittsfenster, dann erhält man ein Vakuum-Thermoelement, das wegen der verringerten Konvektionsverluste eine erhöhte Nachweisempfindlichkeit gestattet. Allerdings ist hier der spektrale Nachweisbereich durch das Transmissionsvermögen des jeweils verwendeten Fenstermaterials eingeschränkt. Darauf muß besonders geachtet werden, wenn Vakuum-Thermoelemente als Empfänger in Spektralphotometern eingesetzt werden.

Die Empfindlichkeit guter S. liegt bei einigen μV je μW Strahlungsleistung, die Nachweisgrenze bei etwa 10-10 W. Besondere Ausführungsformen von S. sind Thermosäulen und Mikroradiometer.

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