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Lexikon der Optik: Szintillation

Szintillation, 1) Bezeichnung für die Helligkeitsschwankungen und den Farbwechsel der Fixsterne. Die Farbe wie auch die Helligkeit, besonders von hellen Fixsternen, wechselt unregelmäßig von Weiß in Grün, Rot oder Blau, verursacht durch turbulente Luftströmungen mit Luftschlieren von wechselnder Temperatur und damit wechselndem Brechungsindex. Nach dem Prinzip von Montigny durchlaufen die vom gleichen Stern ins Auge fallenden Lichtstrahlen verschiedener Wellenlänge verschiedene Wege in der Atmoshäre. Sie werden durch die sich bewegenden Luftschlieren, die wie schwache Linsen wirken, verschieden stark beeinflußt. Der Farbwechsel wird verursacht durch die atmosphärische Dispersion. Infolge der S. sind die durch größere Fernrohre erzeugten Sternbilder kleine Scheibchen, deren Durchmesser mit wachsender Zenitdistanz ansteigen. Die S. ist auch bei Beobachtungen an den Rändern der Planeten und am Sonnenrand als unregelmäßige Wellenbewegung der Bildränder wahrzunehmen. Bei einer Sonnenfinsternis sind unmittelbar vor und nach der totalen Verfinsterung als Folge der S. "fliegende Schatten", über die Landschaft in eine Richtung dahinhuschende längliche, schwache Schatten zu sehen. Die S. tritt auch zwischen irdischen Objekten auf. Man spricht dann von Luftflimmern. Die Stärke der irdischen S. hängt in besonderem Maße von der Vertikalbewegung der Luft ab.

2) Bezeichnung für räumlich lokalisierte Lichtblitze, die in lumineszierenden Stoffen durch energiereiche Teilchen oder Strahlung hervorgerufen werden. Sie sind z.B. zu beobachten, wenn α-Teilchen auf einen Zinksulfidschirm auftreffen.

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