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Lexikon der Optik: Tonometer

Tonometer, Gerät zur Messung des Augeninnendruckes. Der Augeninnendruck kann, ohne das Auge zu verletzen, nur indirekt durch Abplattung (Applanation) oder Eindrücken (Impression) der Hornhaut gemessen werden. Das Impressionstonometer wird mit seiner Grundplatte auf die anästhesierte Hornhaut aufgesetzt. Aus der Grundplatte ragt ein beweglicher Stift heraus, dessen Masse genau bestimmt ist und der mit einem Zeigerwerk verbunden ist. Je nach dem im Augeninneren herrschenden Druck wird der Stift durch sein Gewicht die Hornhaut mehr oder weniger eindrücken; der Zeiger zeigt dies auf einer kalibrierten Skala an.

Beim Applanationstonometer (Abb.) wird die Kraft gemessen, welche notwendig ist, um die Hornhaut um einen gewissen Betrag abzuplatten. Meistens ist das Gerät auf eine Spaltlampe montiert. An einer Seite eines Hebelsystems ist ein Druckkörperchen mit einer Planfläche befestigt, welche auf die anästhesierte Hornhaut aufgesetzt wird. Mit einer beweglichen Masse oder einer Zugfeder wird am anderen Hebelende eine meßbare Kraftwirkung realisiert. Durch das Mikroskop der Spaltlampe wird der Rand der Applanationsfläche beobachtet und bei einer Fläche von 7,354 mm2 (das entspricht einem Kreis mit 3,06 mm Durchmesser) die aufgewendete Kraft gemessen. Die Skale ist in Druckeinheiten kalibriert.

Eine weitere Form des Applanationstonometers ist das Noncontact-Tonometer.



Tonometer: Applanationstonometer in Arbeitslage. 1 Druckkörper, 2 Mikroskop der Spaltlampe, 3 Spaltprojektor.

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