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Lexikon der Optik: Topometrie

Topometrie an der Hornhaut des Auges ist die Anwendung bestimmter Meßverfahren mit dem manuellen Ophthalmometer oder dem automatischen Keratometer, um neben den Zentralradien auch die peripheren Hornhautradien zu erfassen und somit möglichst aussagefähige Flächenparameter für die Anpassung von Kontaktlinsen zu gewinnen. Im Unterschied zur Keratographie, die ein komplettes Flächenprofil liefert, erhält man bei der T. Einzelmeßwerte, aus denen man näherungsweise auf den Flächencharakter schließen kann.

Zwei topometrische Meßverfahren sind gebräuchlich: das Sagittalradienmeßverfahren (SRM) und der Top-Test (TT) zur Bestimmung von Meridionalradien im periphereren Bereich.

Zum SMR: Der Sagittalradius beschreibt die Krümmung einer peripheren Hornhautzone entlang eines Breitenkreises und ist ein Koaxialradius (Abb.). Beim SRM werden zunächst die Zentralradien in üblicher Weise gemessen. Zur peripheren Messung (meist unter einem Meßwinkel von 30°) wird ein Fixierpunkt angeblickt, der senkrecht zur Verbindungslinie der beiden Ophthalmometermarken liegt. Die Testmarkenbilder liegen dadurch auf einem Breitenkreis der Hornhaut. Beim Vermessen des unteren Sagittalradius schaut das Auge nach oben und umgekehrt.

Beim TT werden die Meridionalradien längs der Hornhautmeridiane vermessen. Die Krümmungsmittelpunkte der Meridionalradien liegen nicht auf der Achse der Hornhaut. Es sind also keine Koaxialradien, und sie können nicht direkt für die Kontaktlinsenanpassung übernommen werden. Sie geben aber indirekt Auskunft über die Form der Hornhaut und fließen in die Berechnung der numerischen Exzentrizität der Hornhaut ein.



Topometrie: Sagittal- und Tangentialradien einer Hornhautvorderfläche. Mh horizontaler Meridian, Mv vertikaler Meridian, rs Sagittalradius, rt Meridionalradius, v vertikal, h horizontal.

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