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Lexikon der Optik: Vakuumspektrometer

Vakuumspektrometer, ein Spektralapparat für den Spektralbereich unterhalb 180 nm bis etwa 1 nm Wellenlänge. Die in diesem Bereich vorhandene Absorption der atmosphärischen Luft läßt nur dann eine Untersuchung dieser Strahlung (Vakuum-UV) zu, wenn der gesamte Strahlengang zwischen Strahlungsquelle und Empfänger im Vakuum oder in einem für den betreffenden Spektralbereich durchlässigen Gas verläuft. Mitunter wird auch im infraroten Spektralbereich mit evakuierten Spektrometern gearbeitet oder werden mit nicht absorbierendem Schutzgas gefüllte Geräte verwendet, um die störende Absorption von Kohlendioxid und Wasserdampf zu vermeiden.

Im Vakuum-UV-Bereich können bei Wellenlängen oberhalb 130 bzw. 110 nm Prismenspektralapparate mit Flußspat- bzw. Lithiumfluorid-Optik eingesetzt werden. Bei kürzeren Wellenlängen können nur Gitterspektralapparate verwendet werden. Zur Vermeidung von zusätzlichen Reflexionsverlusten werden heute überwiegend Konkavgitter (Gitterspektrograph) benutzt. Der gesamte optische Aufbau der V. ist einschließlich Strahlungsempfänger oder, bei photographischer Registrierung, Photoplatte in einem Vakuumtank mit angeschlossener Vakuumpumpe untergebracht. Der Anschluß der Strahlungsquelle erfolgt gewöhnlich mittels Vakuumflansch am Eintrittsspalt. Im Spektralbereich oberhalb 110 nm kann das V. noch mit Fenstern aus Lithiumfluorid gegenüber der Strahlungsquelle abgeschlossen werden. Röntgenspektrograph.

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