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Mathematik

Abelpreis für Endre Szemerédi

Die nach dem Vorbild des Nobelpreises gestaltete Auszeichnung geht dieses Jahr an den ungarisch-amerikanischen Forscher für seine bahnbrechenden Beiträge zur Kombinatorik und zur extremalen Graphentheorie.
Abelpreis für Endre Szemerédi

Kombinatorik – das ist doch diese Rechenübung mit dem Ziel, zu ermitteln, wie viele verschiedene Möglichkeiten es gibt, sechs Zahlen aus 49 für den Lottotipp auszuwählen oder 30 von 32 Karten an drei Skatspieler auszuteilen. Das Ergebnis ist immer eine sehr große Zahl – häufig weit mehr als die Anzahl der Atome im Universum –, und sie auszurechnen, ist entsprechend mühsam, aber nicht wirklich tiefsinnig

Mit der Zuerkennung des diesjährigen – zehnten – Abelpreises zeichnet die zuständige Kommission nicht nur wie üblich einen großen Meister für sein Lebenswerk aus; sie lehrt uns nebenher auch, dass die genannte landläufige Sicht die Kombinatorik unterschätzt. Das unscheinbare Fach hat Ergebnisse von großer Bedeutung hervorgebracht, und Szemerédi war maßgeblich daran beteiligt…

Mai 2012

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Mai 2012

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