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Bild des Monats: Ackerbau in Mecklenburg-Vorpommern

Seit einigen Jahren erstellen Wissenschaftler Ackerbaukarten auf Basis der Sentinel-2-Erdbeobachtungssatelliten der ESA. Mit ihnen sollen sich unter anderem saisonale Änderungen in der Bepflanzung besser nachvollziehen lassen. Bisher sind für Europa allerdings nur wenige Daten mit einer Auflösung von 30 Metern oder besser verfügbar. Außerdem verdecken regelmäßig Wolken die Sicht, weshalb es oft nur Aufnahmen in großem zeitlichen Abstand gibt.

Ein Team um Patrick Griffiths von der Humboldt Universität zu Berlin hat daher nun Daten der Sentinel-2-Missionen mit denen der NASA-Mission Landsat kombiniert und dabei über Zeiträume von zehn Tagen gemittelt. Mit Methoden des maschinellen Lernens brachten die Wissenschaftler ihrer Software bei, welche Pixelfarbe in den Aufnahmen welcher Getreidesorte entspricht.

Für einige Landstriche in Deutschland haben die Forscher besonders detaillierte Karten erstellt. Hier ist ein rund 40 mal 30 Kilometer großes Gebiet im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte zu sehen, wo 2016 unter anderem Winterraps (orange), Wintergetreide (hellblau), Frühlingsgerste (rosa) und Mais (gelb) angebaut wurden. Bei grünlichen Flächen handelt es sich hingegen um Wiese beziehungsweise Wald, bei dunkelblauen um Wasser.

Februar 2019

Dieser Artikel ist enthalten in Spektrum der Wissenschaft Februar 2019

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  • Quelle
Remote Sens Environ 220, S. 135–151, 2018