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Einsamkeit: Allein

Alte, Arbeitslose, allein Erziehende - Einsamkeit tritt in manchen Bevölkerungsgruppen weit häufiger auf als in anderen. Mit einschneidenden Folgen für die psychische wie körperliche Gesundheit
Im Sog der Dunkelheit
"Die Einsamkeit frisst mich auf", schreibt "Stormy" in ein Internetforum. "Seit letzter Woche knallt es gewaltig in meinem Inneren. Ich habe das Gefühl, vollkommen allein zu sein." Wo dieses Empfinden herkommt, weiß Stormy allerdings nicht, denn nach eigener Aussage hat sie einen festen Partner, Familie und Freunde.
Dass sich sogar Menschen einsam fühlen, die eigentlich in ein soziales Netz eingebunden sind, ist keine Seltenheit, berichtet Reinhold Schwab, Psychologe an der Universität Hamburg. Er definiert Einsamkeit als einen subjektiven Zustand, im Gegensatz zu objektiver Isolation, die auf äußere Umstände zurückzuführen ist. Nicht jeder, der allein ist, fühlt sich einsam. Umgekehrt kann das Gefühl der Einsamkeit auch dann intensiv erlebt werden, wenn jemand mitten im Leben steht. Betroffene empfinden eine Distanz zu ihren Mitmenschen, an der sie leiden. Damit einher geht die Sehnsucht nach mehr Verbundenheit und Nähe zu anderen ...

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  • Quellen
Cacioppo, J. T. et al.: Loneliness. In: Reis, H. et al.: Encyclopedia of Human Relationships. Thousand Oaks, California Sage Press (im Druck).

Cacioppo, J. T. et al.: Loneliness. Human Nature and the Need for Social Connection. W. W. Norton and Company Inc., New York 2008.

Cacioppo, J. T. et al.: In the Eye of the Beholder: Individual Differences in Perceived Social Isolation Predict Regional Brain Activation to Social Stimuli. In: Journal of Cognitive Neuroscience 21(1), S. 83-92, 2009.

Elbing, E.: Einsamkeit. Psychologische Konzepte, Forschungsbefunde und Treatmentansätze. Hogrefe, Göttingen 1991.

Döring, N. et al.: Psychometrische Einsamkeitsforschung. Deutsche Neukonstruktion der UCLA Loneliness Scale. In: Diagnostica 39, S. 224-239, 1993.

Schwab, R.: Einsamkeit. Grundlagen für die klinisch-psychologische Diagnostik und Intervention. Hans Huber, Bern 1997.